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Brandgefährlich: Wärmedämmung mit Polystyrol

FRANKFURT. Die Kritik an Wärmedämmverbundsystemen als kostengünstige Systemlösung zur Wärmedämmung wird immer größer. Zunehmend findet das Thema auch Beachtung in den Medien. Der Brand eines frisch sanierten Hauses in Frankfurt am Main sorgte jetzt erneut für Zündstoff. Wärmedämmplatten aus Polystyrol hatten Feuer gefangen und eine rasante Ausbreitung des Brandes verursacht. ARD und ZDF berichteten über den Fall.

ZDF heute-Moderatorin Barbara Hahlweg: „Polystyrol, besser bekannt als Styropor, wirkt im Falle eines Feuers als Brandbeschleuniger.“</br>Foto © www.zdf.de

ZDF heute-Moderatorin Barbara Hahlweg: „Polystyrol, besser bekannt als Styropor, wirkt im Falle eines Feuers als Brandbeschleuniger.“
Foto © www.zdf.de

Sowohl die ARD-Sendung „Panorama“ als auch die ZDF-Nachrichtensendung „heute“ setzten sich mit dem Thema „Brandgefahr durch Wärmedämmung“ auseinander. Mehr über sie Sendungen erfahren Sie in den nachfolgenden Kapiteln. Diese enthalten auch Links, die direkt zur jeweiligen Sendung führen.

 

Übrigens: Backsteinmauerwerk weist eine hohe Resistenz gegenüber Hitze und Feuer auf. Außerdem werden im Brandfall von einer Backsteinfassade keine giftigen Gase abgegeben. Brandschutzversicherungen honorieren dies mit niedrigeren Prämien gegenüber anderen Wandbaustoffen.
 

ARD Panorama-Sendung vom 05. Juli 2012

Wärmedämmung: Wie aus Häusern Brandfallen werden

Reinhard Ries, Feuerwehrchef Frankfurt am Main: „Die rasante Umsetzung des Materials erzeugt sofort unheimlich hohe Temperaturen und es ist auch sofort ein flüssiger, brennender See entstanden.“</br>Foto © www.daserste.de
Reinhard Ries, Feuerwehrchef Frankfurt am Main: „Die rasante Umsetzung des Materials erzeugt sofort unheimlich hohe Temperaturen und es ist auch sofort ein flüssiger, brennender See entstanden.“
Foto © www.daserste.de

Die ARD-Sendung Panorama berichtet über den Brand in Frankfurt und stellt in diesem Zusammenhang auch die Wirksamkeit von „Brandriegeln“ in Frage, die im Falle eines Falles die Ausbreitung des Feuers begrenzen sollen.

 

„Bei diesem Brand hier in Frankfurt hat es sich bewiesen, es ist ja regelrecht fast ein Großversuch gewesen, dass diese Brandriegel leider überhaupt keine Funktion haben", so Reinhard Ries, Chef der Feuerwehr Frankfurt am Main.

 

Auch über den Dämmstoff Polystyrol äußert sich Ries kritisch: „Hier in Frankfurt wurde jetzt eigentlich belegt durch eine Dokumentation von der ersten Sekunde an und auch überrascht durch die erschreckende Größenordnung, dass dieser Dämmstoff absolut sofort überprüft werden muss, dass das weitere Verbauen sehr fraglich ist, um nicht zu sagen, eigentlich sofort gestoppt werden müsste.“

 

Sie haben die Sendung verpasst? In der ARD Mediathek können Sie sich die komplette Sendung vom 05. Juli 2012 online ansehen.


ARD Mediathek - Wärmedämmung: Wie aus Häusern Brandfallen werden

ZDF heute-Sendung vom 25. Juli 2012

Brandgefahr durch Dämmstoffe

Steffen Saebisch fordert Großbrandversuche, um mehr über die Brandgefährlichkeit des Dämmstoffes Polystyrol zu erfahren.</br>Foto © www.zdf.de
Steffen Saebisch fordert Großbrandversuche, um mehr über die Brandgefährlichkeit des Dämmstoffes Polystyrol zu erfahren.
Foto © www.zdf.de

Die ZDF-Nachrichtensendung heute berichtete ebenfalls über den Brand in Frankfurt. In dem Beitrag äußert sich Steffen Saebisch, Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums Hessen, zu dem problematischen Dämmmaterial. Er sieht dringenden Handlungsbedarf: 

 

„Wir wollen, dass das Deutsche Institut für Bautechnik sehr schnell Großbrandversuche durchführt, auch unter Beteiligung der Feuerwehren, damit wir an dieser Stelle letztendlich auch für die Bürgerinnen und Bürger abschließend Klarheit haben.“

 

Sie haben die Sendung verpasst? In der ZDF Mediathek können Sie sich den Beitrag vom 25. Juli 2012 online ansehen.


ZDF Mediathek - Brandgefahr durch Dämmstoffe