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© Nick Chadde

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Alte Ziegelei - Landbad Bordenau

Nick Chadde

Im niedersächsischen Bordenau wird mittels Rückbau eines baufälligen Dachstuhls der denkmalgeschützte Zick-Zack-Ofen der „Alten Ziegelei“ freigelegt. Die zeitgemäße Aufstockung durch ein Landbad nähert sich räumlich und atmosphärisch dem Ziegelofen an und fügt Bestand und Neubau zur Gesamtskulptur.

Das „Landbad Bordenau“ in der Alten Ziegelei ist als architektonisches Prisma auf das Ziegelhandwerk und dessen Erzeugnisse intentioniert. Ab 1850 wurden durch den Betrieb der Familie Oberheu hier vorwiegend Formsteine zu Restaurierungszwecken von Sakral- und Profanbauten gebrannt. Seit 2003 ist der Ofen kalt. Die Anlage liegt außerhalb des Dorfkerns am Rethmer Berg auf einer Lichtung des dichten Kiefernwaldes nahe der Leinebögen. Der Entwurf sieht eine steile Außentreppe aus vorbewittertem Baustahl vor, die die Gesamtskulptur adressiert und das Landbad auf Höhe der Baumkronen erschließt. Über diesen Aufstieg ( oder den Aufzug) gelangt man zur Rezeption, den Umkleiden und den Duschen. Ein Schwellenraum entschleunigt das Ankommen im Bad. Der Schornstein bleibt als Rückgrat im Innenraum erhalten, führt den Besucherstrom auf natürliche Weise zum Wasser im großen Becken und dient geschossweise der räumlichen Verortung.

Mit dem Abstieg im Gebäude steigt die Temperatur der Räume je näher man dem Ofen kommt. Vom zunehmend höhligen Kuppelbau aus können Nutzungen wie das Solebad oder das Dampfbad angesteuert werden. Monolithische Betonbänke ermöglichen neben der Bewegung im Wasser immer wieder des Verweilen am Schornstein. Entwurfsbestimmend war hierbei die atmosphärische Annäherung an das Herzstück der Anlage: den denkmalgeschützten Zick-Zack-Ofen. Gefasst hinter massiven, angeböschten Stützmauern wird das Einzelbauwerk über die Funktion einer Sauna erfahrbar gemacht. Hinter den stichbogigen Luken, wo einst die Ziegelsteine produziert wurden, findet nun das Erlebnis Landbad seinen Höhepunkt. Das Tauchbecken beendet den Rundgang durch Hochwasserbehälter und Ofen und entlässt den Badegast in die Natur oder führt zu einem weiteren Rundgang. Das Bewusstsein für die ästhetische Fügung des Materials Backstein in Architektur soll weiterhin auf z. B. den Bauten wie der Christuskirche oder der Bundesbahndirektion in Hannover beruhen, zu deren Restauration Oberheus wassergemalte Handstrichziegel präzise Anwendung fanden. Demnach wurde die Aufstockung bewusst nicht mit den Steinen im Reichsformat weitergebaut.

Stattdessen fordern die Anwendung verwandter Materialien die Wahrnehmung der räumliche Fassung der ehemaligen Produktionsstätte: Eine gewellte und glasierte Terrakotta-Fliese kleidet die “Bademaschine” ein, nimmt die Vertikalität des Schornsteins mit auf und verleiht dem Bau seine Leichtigkeit. Im Inneren fungiert das Einsteinmauerwerk aus Kalksandsteinblöcken als Wärmespeicher und fasst das Raumkontinuum. Die Haptikdiskrepanz verfugt Alt und Neu und verdeutlicht die Lesbarkeit des Entwurfsprinzips. Wenn klamme Erde im Feuer zum facettenreichen Baustein wird ist klar: Stein und Wasser, das ist eine Liebesbeziehung. Um den Trias der Elemente erfahrbar zu machen und eine Retroperspektive auf den Bestand zu ermöglichen, soll neben Schützenverein und Dorfgemeinschaftshaus eine neue Anlaufstelle etabliert und dörflicher Zusammenhalt zeitgemäß konstituiert werden.

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