Projekt: Im Straßenraum

Im Straßenraum

Projekt: Café im Erdgeschoss

Café im Erdgeschoss

Projekt: Bibliothek und Wohnung im 3. Obergeschoss

Bibliothek und Wohnung im 3. Obergeschoss

Projekt: Kleiner Salon im 4. Obergeschoss

Kleiner Salon im 4. Obergeschoss

Projekt: Vom Fluss

Vom Fluss

Projekt: Lageplan

Lageplan

Projekt: Erdgeschoss

Erdgeschoss

Projekt: OG !a und OG 1

OG !a und OG 1

Projekt: OG 2a und OG 2

OG 2a und OG 2

Projekt: OG 3a und OG 3

OG 3a und OG 3

Projekt: OG 4

OG 4

Projekt: Schnitt AA

Schnitt AA

Projekt: Schnitt CC

Schnitt CC

Projekt: Fassadendetail

Fassadendetail

Architecture, literature and a city-Ein Haus für Literatur in Glasgow

Lena Heinkele

Das Haus für Literatur mehr Wohnhaus denn kulturelle Institution, vereint öffentliche Bereiche wie ein Café und Verwaltung, halböffentliche Bereiche wie die Bibliothek und zwei Salons und die privaten Wohnräume eines Stipendiaten unter einem Dach. Dabei lassen sich die Abgrenzungen zwischen Privatheit und verschieben, sodass unterschiedliche Grade von Intimität und Offenheit zwischen dem Bewohner des Hauses und den Besuchern hergestellt werden können.

Wie sieht ein Literaturhaus heute aus? Wie kann der Gedanke des literarischen Salons in die heutige Zeit übertragen werden? Wie viel Intimität und Kontakt zur Öffentlichkeit benötigt ein Schriftsteller für seinen kreativen Schaffensprozess?
Es entstand die Idee, ein Haus zu schaffen, welches mehr einem privaten Wohnhaus, denn einer kulturellen Institution ähnelt. Der dort lebende Stipendiat nimmt in diesem Zusammenhang eine wichtige Stellung ein. Er ist Bewohner, Hausherr und Salonier zugleich und lädt die Öffentlichkeit in sein Haus ein. Seine privaten Räume liegen deshalb mitten im Haus und überschneiden sich mit den öffentlichen Bereichen.
Das neue Gebäude gliedert sich in die Reihe der wenigen einzeln stehenden Gebäude der Umgebung ein. Mehrere zusammengesetzte Volumina bilden den Baukörper, welcher die Firsthöhe des Nachbarn nicht übersteigt. Er wird bewusst von seinem Nachbarn abgerückt und die entstehende Fuge für die außenliegende Fluchttreppe genutzt. Der Eingang zum Haus befindet sich an der Kopfseite, wo durch die Schichtung der Volumina ein Rücksprung entsteht. Das Erdgeschoss übernimmt die Hangsituation und teilt sich auf drei Ebenen auf. Das Café orientiert sich zur Kopfseite des Gebäudes. Die untere Ebene des Cafés kann je nach Bedarf um den Kaminplatz herum möbliert werden.
Über eine zweiläufige Treppe, die zwischen Wand und Aufzugs-/Kaminschacht nach oben führt, erreicht man die oberen Geschosse. Die großen Zwischenpodeste bilden Taschen, die mit Bücherregalen ausgefüllt sind. Die Bibliothek zieht sich als vertikales Element durch das ganze Haus. Im ersten Obergeschoss wird der Besucher in einem überhöhten Raum empfangen, der das Foyer zum dahinter liegenden Saal bildet und als Ausstellungsraum genutzt werden kann. Das zweite Obergeschoss nimmt die Büroräume und eine Teeküche für das Scottish Writers Centre auf.

Im dritten Obergeschoss liegt die Wohnung des Stipendiaten. Über einen Vorraum betritt man den Wohnraum, der eine kleine Küche mit Sitzplatz, ein Bad und den Schlafbereich auf einer eingezogenen Empore vereint. Vom Vorraum aus gelangt man außerdem in den letzten Bibliotheksraum, der über eine Schiebewand mit dem privaten Arbeitsplatz des Stipendiaten verbunden oder von ihm getrennt werden kann. Es besteht für den Stipendiaten so die Möglichkeit, seinen Privatbereich ganz oder teilweise zum Rest des Hauses hin zu öffnen. Im obersten Geschoss liegt der kleine Salon mit Kamin, der privates und öffentliches ‚Wohnzimmer‘ des Hauses zugleich ist.
Das Gebäude ist in einer massiven Mauerwerkskonstruktion errichtet. Die grau-beigen Vormauerziegel bilden, im Verbund mit Hochlochziegeln gemauert, eine tragende Wand. Im Innnenraum sind die Ziegel weiß gestrichen und bilden damit nur die Textur des Mauerwerkes ab, alle nicht tragenden Wände und die Untersichten der Stahlbetondecken im Innern sind weiß verputzt.

Die Fußböden des Foyers und der Vorräume sind in geschliffenem Estrich ausgeführt, während die Böden der einzelnen Räume mit Eichenholzdielen ausgestattet sind. Auch Treppe und Einbauten, wie zum Beispiel die Bücherregale, sind aus Eichenholz gefertigt.

Poste Deinen Kommentar zu diesem Projekt!

Teilen Deine Gedanken zu diesem Projekt und hinterlasse ein persönliches Feedback. Fülle dazu einfach die nachfolgenden Felder aus und bestätige Dein Posting durch Klick auf den Link in der Bestätigungs-Mail.

Ich möcht den Backstein-Newsletter abonnieren.

Hiermit stimme ich den Nutzungsbedingungen zu.*

*Pflichtfelder