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Rendering © Carlos Kempf

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Modellfoto © Carlos Kempf

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Modellfoto © Carlos Kempf

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Isometrie © Carlos Kempf

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Inspiration © Carlos Kempf

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Skizzen 1 © Carlos Kempf

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Skizzen 2 © Carlos Kempf

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Mauervarianten © Carlos Kempf

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Explosionsisometrie © Carlos Kempf

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Grundriss © Carlos Kempf

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Ansicht 1 © Carlos Kempf

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Ansicht 2 © Carlos Kempf

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Schnitt B © Carlos Kempf

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Schnitt C © Carlos Kempf

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Detail © Carlos Kempf

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Schema Arbeitsweise © Carlos Kempf

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Schema Transport © Carlos Kempf

B4 Mobile Fabrik

Carlos Kempf

Die entworfene Mauermaschine fertigt Ziegelmauern auf neuartige, effizientere Weise. Mehrere Steinreihen werden gleichzeitig übereinander gesetzt. Die Maschine kann die dafür entworfenen Steinformate individuell ausgerichtet zu unterschiedlichen Mauervarianten setzen.

Die Maschine "Tiger-Stone" der gleichnamigen niederländischen Firma ermöglicht es, Pflasterstraßen auf sehr effiziente Weise zu legen. Die Arbeiter können auf der Maschine stehend die Steine im gewünschten Muster anordnen, die daraufhin langsam auf die Straße rutschen. Straßen können so wesentlich schneller gefertigt werden und die Arbeiter werden durch eine bessere Arbeitshaltung geschont. Dieses intelligente Prinzip galt es auf eine Ziegelfassade anzuwenden. Um diesen Prozess effizienter zu gestalten, werden die Steine nicht einzeln, Reihe für Reihe gesetzt, sondern es werden gleich mehrere Schichten übereinander "verwoben".

Das Projekt "J-Office" von Archi-Union Architects in Shanghai lieferte eine weitere wichtige Inspiration für das Projekt. Die Fassade aus parametrisch verdrehten Steinen erzeugt ein Bild, das an den Faltenwurf von Seide und die vorherige Nutzung des Gebäudes als Seidenfabrik erinnert. Durch die Entwicklung einer Maschine kann auch das Errichten einer solchen parametrischen Mauerwand einfacher gestaltet werden. Die Steine müssen nicht mehr mühsam mit extra dafür geschaffenen Schablonen in die unterschiedlichen Positionen gesetzt werden, sondern können ohne größeren Zeitaufwand von dem Kolbensystem der Maschine ausgerichtet und abgesetzt werden. Der Entwurf eines eigenen Steinformats mit Wabenform ermöglicht eine große Bandbreite an unterschiedlichen Setzmustern und der Stein kann durch seine Geometrie auf sehr einfach Weise gedreht und bewegt werden.

Das Grundprinzip der Maschine besteht darin, dass gleichzeitig zwölf Steine übereinander auf einem Regalsystem mit Hydraulikkolben ausgerichtet und abgesetzt werden. Der Mörtel wird am Ende der einzelnen Schienen, auf denen die Steine bewegt werden, mit Düsen in die Lagerfugen eingespritzt. Das Grundgerüst der Maschine besteht aus Aluminium-Leichtprofilen, die die Ebenen tragen. Das Gerüst wiederum ist an drei Hebesäulen, wie man sie von Autohebebühnen kennt, befestigt. Das ermöglicht es, die Maschine in zwei Stufen anzuheben, um eine zweite und eine dritte Schicht über der ersten zu setzen. Beladen wird die Maschine per Gabelstapler, der Paletten mit den Steinen auf der Maschine absetzt. Von dort belädt ein, auf einem Stahlgerüst befestigter, dreiachsiger Kran die einzelnen Regale mit jeweils sechs Steinen gleichzeitig.

Geht man davon aus, dass ein Stein pro Regal circa eine Minute benötigt, um das System zu durchlaufen und die Maschine circa fünf Stunden durchgängig am Tag arbeitet, können 7200 Steine pro Tag gelegt werden, was einer ungefähren Mauerlänge von 50 Metern mit einer Höhe von 2,60 Metern entspricht.

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