Projekt: Bibliothek für Sehbehinderte

Bibliothek für Sehbehinderte

Projekt: Ansicht West

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Projekt: Ansicht Nord

Ansicht Nord

Projekt: Ansicht Ost

Ansicht Ost

Projekt: Ansicht Süd

Ansicht Süd

Projekt: Lageplan

Lageplan

Projekt: Materialkonzept

Materialkonzept

Projekt: Raumkonzept

Raumkonzept

Projekt: Wegeleitkonzept

Wegeleitkonzept

Projekt: Braille-Magazin EG

Braille-Magazin EG

Projekt: Grundriss EG Park

Grundriss EG Park

Projekt: Grundriss EG Schulhof

Grundriss EG Schulhof

Projekt: Querschnitt Eingang

Querschnitt Eingang

Projekt: Detailschnitt Schwarzraum

Detailschnitt Schwarzraum

Projekt: Detailschnitt Lesen

Detailschnitt Lesen

Projekt: Längsschnitt

Längsschnitt

Projekt: Projekt: Projekt: Querschnitt Extremraum

Querschnitt Extremraum

Projekt: Detail Galerie

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Projekt: Detail Magazin

Detail Magazin

Projekt: Querschnitt Magazin

Querschnitt Magazin

Projekt: Grundriss KG Archiv

Grundriss KG Archiv

Projekt: Grundriss OG Turm

Grundriss OG Turm

Bibliothek für Blinde und Menschen mit Sehbehinderung Berlin

Hanna Teuwsen

Kuben aus massiven Backstein-Mauerwerk fügen sich in den Grünstreifen zwischen Blindenwerkstatt, Schule und Parkareal des Blindenwohnheims. Die neue Blinden-Bibliothek etabliert sich im Zentrum des Ensembles als neuer Treffpunkt für Schüler, Angestellte und Bewohner, aber auch für alle nicht Sehenden und Sehenden aus der Region. Ein Ort für den Genuss von Literatur mit anderen Sinnen.

Eine Blindenbibliothek oder Blindenbücherei ist eine Bibliothek, die für Blinde und Sehbehinderte geeignete Medien zur Ausleihe bereithält, vor allem Bücher und Zeitschriften in Blindenschrift (Punktschrift nach Louis Braille) oder mit Großdruck sowie Hör-Medien (Schallplatten, Hörkassetten, Audio-CDs oder als DAISY-Hörbuch). Die Nutzer können sich die Medien durch die weltweit gültige Portofreiheit für Blindensendungen von den Blindenbüchereien kostenlos zusenden lassen. Die neue Blindenbibliothek am Blindenzentrum in Berlin soll den nicht Sehenden vor Ort neue Räumlichkeiten zum Lesen und austauschen sowie für literarische Veranstaltungen bieten und adressiert sich an die Bevölkerung (der Hauptstadt). So wird der isolierende Konsum von Literatur zu Hause an einen Ort verlagert an dem auch sozialer Austausch möglich ist.

Die Verortung am Blindenzentrum zwischen der Blindenschule, einer Blindenwerkstatt und dem Blinden-Wohnheim ist sowohl infrastrukturell als auch inhaltlich gezielt gewählt. Der riegelhafte Körper besteht aus Backsteinvolumen, welche sich stringent an den Bestand des Blindenzentrums und den ehemaligen Parkplatz im Hinterhof der Schule fügen und so den Höhenunterschied zwischen Parklandschaft und Schulhof auffangen. So wird nicht nur die Problematik der verschiedenen Ebenen gelöst, sondern auch zwei Eingangsbereiche mit neuen Vorplätzen geschaffen, welche dem gesamten Ensemble auf beiden Seiten des Geländes neue Aufenhaltsmöglichkeiten bieten.

Der monolithische Mauerwerksbau ist als Vollmauerwerk mit Dämmebene aus Hochlochsteinen geplant. Das Mauerwerk wird überall dort verwendet wo es konstruktiv möglich ist und so auf Kompromisse im Sinne von Riemchen verzichtet. Stattdessen wurden die konstruktiv eingesetzten Materialien Stahl und Stahlbeton sichtbar hinzugefügt. Für die Nutzung ist das Material Backstein eine ideale Komponente. Das "erfahrbare" Mauerwerk wird unter anderem als Doppelschichtwände mit Luftschicht als "Klangwand", als haptisch vorspringender Verband als "Tastwand" und im Außenbereich alt tastbare Wegeleitsysteme aus verschieden verlegten Vollziegelböden eingesetzt. Durch eine weitere Sinnesreizung ergänzt, komplettieren den Geruchsinn anregende Holzdielenwege im Inneren das Wegeleitsystem komplett. Die Kuben des Gesamtgefüges machen die verschiedenen Räumlichkeiten nach außen hin zudem auch für Blinde ablesbar.

Judith Neumark
2016-01-08 20:41:38

Ich lebe in Israel, bin 91 Jahre Alt- Sehe sehr schlecht und möchte CD-s, Bücher in deutsch hören. Gibt eine Möglichket von euch es zu bekommen? Es freut mich zu wissen, was ich da gelesen habe. Mit freundlichen Grüßen Judith Neumark

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