Projekt: Städtebauliches Ensemble: borgo nuovo und Stadtfriedhof

Städtebauliches Ensemble: borgo nuovo und Stadtfriedhof

Projekt: Ensemble

Ensemble

Projekt: Plateau

Plateau

Projekt: Ansicht Appartement

Ansicht Appartement

Projekt: Schwarzplan

Schwarzplan

Projekt: Lageplan

Lageplan

Projekt: Grundriss Borgo I

Grundriss Borgo I

Projekt: Ansicht Nord

Ansicht Nord

Projekt: Schnitt
Ansicht West

Schnitt Ansicht West

Projekt: Fassadenschnitt

Fassadenschnitt

borgo nuovo

Roman Schädle

Südlich des historischen Stadtzentrums von Siena befinden sich entlang der Strada del Tufi unbebaute Flächen nahe der Stadtmauer. Für diese Flächen sollte eine Stadterweiterung geplant werden, die traditionelle urbane Qualitäten beinhaltet. Schwerpunkt hierbei bildet die Auseinandersetzung mit der bewegten Topografie Sienas und traditionellen Bautypologien. Die zwei geplanten Bauflächen sind im städtebaulichen Kontext des Stadtfriedhofs von Siena zu sehen. Zwar bilden die zwei Borgi als „Inseln“ außerhalb der Stadt funktional eine abgeschlossene Einheit, doch zusammen ergeben sie ein Ensemble aus Form und Material.

Die zwei Borgi fügen sich in die geschwungene Topografie ein. Das Erscheinungsbild der „aus dem Boden wachsenden“ Mauern verkörpert die Geschichte Sienas. Es hat einen wehrhaften und zugleich mit der Landschaft verbundenen Charakter und nimmt Bezug zu den Klöstern und Bettelordenskirchen, die als „Monumente aus Backstein“ das Stadtbild prägen. Der Gegensatz von Stadt und Land findet so einen Vermittler - das „borgo nuovo“. Das Borgo zeigt in sachlich nüchterner Formensprache, was räumlich in der mittelalterlichen Stadt Siena entstanden ist. Es ist ein Spiel aus Enge und Weite, Plätzen und Gassen, Introvertiertheit und Extrovertiertheit. Teilweise werden die Durchsichten auf den nächsten Platz begrenzt, teilweise kann der Blick in die Ferne schweifen. Von den Höfen werden die meisten Wohneinheiten erschlossen. Es zeigt sich kompakt, in sich geschlossen und klar. Dies schafft Intimität und Identität. Die Plätze bleiben multifunktional nutzbar. Zu ihnen leiten die schmalen Gassen. Im Wohnraum angekommen, hat man die Wahl sich im Patio zurückzuziehen oder auf der Dachterrasse einen fantastischen Panoramablick zu genießen. Der Patio-Typ ist eine traditionell verankerte Wohnungsform in südlichen Ländern. Er ermöglicht es, Freiraum und Luft in einer introvertierten Raumsituation zu bringen. Sozusagen als Gegenpart befindet sich ein Marker auf jeder Wohneinheit, der dem Bewohner Aussicht und Sonne verschafft. Somit ergibt sich ein introvertierter EG-Patio-Typ und und eine extrovertierte Dachterrasse mit Ausblick in die Landschaft. Der Typus behält trotz einer hohen Bebauungsdichte die Qualität Privatsphäre bei.

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