Projekt: Perspektive / © Barbara Beering

Perspektive / © Barbara Beering

Projekt: Perspektive / © Barbara Beering

Perspektive / © Barbara Beering

Projekt: Perspektive / © Barbara Beering

Perspektive / © Barbara Beering

Projekt: Modellfoto / © Barbara Beering

Modellfoto / © Barbara Beering

Projekt: Modellfoto / © Barbara Beering

Modellfoto / © Barbara Beering

Projekt: Modellfoto / © Barbara Beering

Modellfoto / © Barbara Beering

Projekt: Erdgeschoss / © Barbara Beering

Erdgeschoss / © Barbara Beering

Projekt: 1. Obergeschoss / © Barbara Beering

1. Obergeschoss / © Barbara Beering

Projekt: 2. Obergeschoss / © Barbara Beering

2. Obergeschoss / © Barbara Beering

Projekt: Lageplan / © Barbara Beering

Lageplan / © Barbara Beering

Projekt: Querschnitt 1 / © Barbara Beering

Querschnitt 1 / © Barbara Beering

Projekt: Querschnitt 2 / © Barbara Beering

Querschnitt 2 / © Barbara Beering

Projekt: Detail Meditationsraum / © Barbara Beering

Detail Meditationsraum / © Barbara Beering

Projekt: Detail Wohnzelle / © Barbara Beering

Detail Wohnzelle / © Barbara Beering

CONTEMPLATIO - Ein Ort für Mönche auf Zeit

Barbara Beering

Gegenstand der Masterthesis war die Schaffung eines Exerzitienhauses auf dem Grundstück des ehemaligen Franziskanerklosters in direkter Nähe zur Wasserburg in Borken-Gemen. Die Beschäftigung mit dieser Thematik führt zu der Frage, in wie weit sich die Architektur im Falle einer solchen Nutzung als Exerzitienhaus vielleicht sogar unterstützend für den Erfolg des Programms auswirken kann.

Als Material werden Altziegel aus Abbruchmaterial verwendet. Die teils leicht beige Farbe erinnert an den Putz der Burg und an den Sandstein in der Klosterfassade. Zudem hat der Stein durch seine Zweitverwendung schon eine gewissermaßen eingebaute Patina. Diese Steine stammen nicht aus einer Massenproduktion, sondern sind handwerklich einzigartig und eben durch ihre nicht immer perfekte Form qualitativ und ästhetisch hochwertig. Die Arbeit soll Verständnis schaffen für die immer größer werdende Bedeutung seelischer Leiden in der heutigen Gesellschaft und Aufschluss darüber geben, wie die Architektur zum Erfolg solcher Exerzitienprogramme beitragen kann.

Durch die zunehmend schneller und direkter werdende Kommunikation in der heute hektischen Welt mit Smartphones und dem Internet steigt der Stresspegel und der Druck auf den Menschen stetig an. Zeit wird zu einem extrem wertvollen Gut. Wellness nicht auf der körperlichen Ebene, sondern auf der geistigen - quasi Wellness für die Seele - wird immer gefragter.

Gegenstand der Masterthesis war die Schaffung eines Exerzitienhauses auf dem Grundstück des ehemaligen Franziskanerklosters in direkter Nähe zur Wasserburg in Borken-Gemen. Die Beschäftigung mit dieser Thematik führt zu der Frage, in wie weit sich die Architektur im Falle einer solchen Nutzung als Exerzitienhaus vielleicht sogar unterstützend für den Erfolg des Programms auswirken kann. Diese Arbeit soll Verständnis schaffen für die immer größer werdende Bedeutung seelischer Leiden in der heutigen Gesellschaft und Aufschluss darüber geben, wie die Architektur zum Erfolg solcher Exerzitienprogramme beitragen kann. Gebraucht wird daher ein Ort, der sehr ruhig und entschleunigt ist. Einerseits wirkt das Gebäude mit dem Satteldach wie eine alt bekannte Form, andererseits ruft sie hingegen durch die Verwendung des Klinkers auch auf dem Dach Irritation hervor. Dadurch wirkt das Gebäude monolithisch und wie aus einer Einheit. Das trägt dazu bei, dass eine gewisse Ruhe geschaffen wird, ohne die die Nutzung nicht funktioniert.

Als Material werden Altziegel aus Abbruchmaterial verwendet. Die teils leicht beige Farbe erinnert an den Putz der Burg und an den Sandstein in der Klosterfassade. Zudem hat der Stein durch seine Zweitverwendung schon eine gewissermaßen eingebaute Patina. Diese Steine stammen nicht aus einer Massenproduktion, sondern sind handwerklich einzigartig und eben durch ihre nicht immer perfekte Form qualitativ und ästhetisch hochwertig. Abschließend kann man sagen, dass dem Haus durch das Aufgreifen des vorherrschenden Materials der Bezug zum Ort gelingt.

Die nur mit den nötigsten Öffnungen versehene Fassade zur Freiheit signalisiert Abgeschiedenheit und hat etwas Abwehrendes und Beschützendes. Dies unterstützt die Nutzung als Exerzitienhaus, bei der höchste Privatheit und Stille gewährleistet sein muss. Durch diese Position des Baukörpers besteht die Möglichkeit, den Klostergarten als Meditationsraum im Freien mitnutzen zu können. Dies steigert zudem die Qualität des Exerzitienprogramms neben den verschiedenen Meditationsräumen im Inneren. Diese ruhige, sich einfügende Kubatur ist nicht stark Aufsehen erregend und eher „leise Architektur“, die den Sinn der Funktion widerspiegelt, aber durch ihre Irritation hervorrufende ganzheitliche Fassade nicht untergeht und übersehen wird.

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