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1.50 Modell © Tilke Köcheler Jehle

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Schnittmodell 1.50 © Tilke Jehle Köcheler

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continue building venice

øbskür

Der Entwurf befasst sich mit einer Kunsthandwerksschule in Venedig. Der konzeptionelle Grundgedanke besteht darin die architektonischen Elemente Venedigs neu zu interpretieren und ein Gebäude zu entwickeln, das typologisch als auch materialtechnisch unverkennbar Venedig weiterbaut.

Im Norden des historischen Zentrums von Venedig soll eine Kunsthandwerksschule entstehen in Anlehnung an die produktive Hochzeit der Stadt mit Glas-, Spitzen- und Papierwerkstätten. Der Öffentlichkeit soll Einblick gewährt werden, ein multifunktionaler Saal als auch einen Bibliothek und ein Café bieten zusätzlichen Raum. Im besonderen Kontext Venedigs stellt sich mehr denn je die Frage wie man diese einzigartige Stadt weiterbaut. Mittels eines Katalogs, der die immer wiederkehrenden Elemente und Gebäudetypen Venedigs analysiert, kam für das Raumprogramm der typische „Palazzo“ am besten in Frage. Der Entwurf gliedert sich in zwei Gebäudeteile, die sich um einen gemeinsamen Innenhof gruppieren. Konzeptionell wichtig ist auch die Erschließung, die auch an der Typologie der Palazzi angelehnt ist und einen Rundgang bildet.

 

Die Elemente Venedigs werden gezielt eingesetzt um den skurillen Charakter der Stadt auf eine zeitgemäße Architektursprache zu projizieren und trotzdem eine Eigenständigkeit zu wahren. Venedigs Gassen haben oft einen geschlossenen Charakter mit hohen Mauern. So betritt man den Innenhof, den „Garten“, des Gebäudes durch ein Schlupfloch in einer Backsteinmauer. Der Atmosphärenwechsel führt den Besucher in einen Garten, der in Venedig als Luxusgut gilt. Er beinhaltet ein Wasserbecken mit Abtreppungen, die je nach Ausmaß des Hochwassers erkennbar sind. Arkadengänge bilden die Pufferzone zum Kanal und sind gleichzeitig Gelenk zwischen den beiden Baukörpern. Das Wasser soll ein allgegenwärtiges Element im Erdgeschoss sein, was durch die Wassertore in der Fassade unterstützt wird. Der Hof beherbergt außerdem die außenliegende Erschließung, die ein Durchleben aller Atmosphären und das Durchwandern aller Funktionen, ermöglicht.

 

Die beiden auf den ersten Blick sehr unterschiedlichen Baukörper werden durch ein Verschneiden der Motive innerhalb der Fassade miteinander verbunden. Die Fensterproportionen und -formen werden aus der Umgebung abgeleitet und machen die repräsentative Wirkung der Geschosse ablesbar. Man sieht eindeutig in welchem Geschoss sich z.B. das piano nobile befindet. Alle Fenster sind mit Betonlaibungen eingerahmt, angelehnt an die Fassungen der venezianischen Öffnungen aus Marmor. Grenadierschichten in der Ziegelfassade markieren als reduzierte Ornamente die Geschossigkeit und spannen Felder in der Fassade oder zwischen Fenstern auf. Um das Gebäude unverkennbar und sogar in seinen baukonstruktiven Grundzügen Teil der Stadt werden zu lassen, wird ein venezianisches Ziegelmaß verwendet und der flämische Verband, der häufig in Venedig zu finden ist.

 

Die Zinnen wurden im früheren Venedig zur Verteidigung bei Familienfehden genutzt und später an öffentlichen Gebäuden verwendet. Im Entwurf wurde dieses Element neu interpretiert und als Sheddach gleichzeitig mit einer Funktion versehen, die Nordlicht in die Papier- und Textilwerkstätten bringt. Strukturell ist das Gebäude als „Haus im Haus“ konzipiert. Innen befindet sich eine Konstruktion aus Stahlbeton, außen eine selbsttragende Ziegelfassade. Der Beton stülpt sich im Bereich der Öffnungen nach außen. Der Bodenbelag ist aus Terrazzo, im piano nobile aus Mosaik. Die Grundidee des Entwurfs übersetzt die Elemente von Venedig in eine zeitgemäße Architektur, die sich in die bestehende Struktur einfügt und das Stadtgefüge von Venedig weiterbaut.

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