Projekt:

Blick aus der Calle Espejo © Marsil Hanen

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Blick aus der Calle Escalinata © Marsil Hanen

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Eingang Calle Escalinata © Marsil Hanen

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Blick in die Ausstellung © Marsil Hanen

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Schwarzplan M 1:2000 © Marsil Hanen

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Dachaufsicht M 1:200 © Marsil Hanen

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Ansicht Calle Escalinata M 1:200 © Marsil Hanen

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Ansicht Calle Espejo M 1:200 © Marsil Hanen

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-2-großer Saal und Bar M 1:100 © Marsil Hanen

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-1-Zwischengeschoss Bar M 1:100 © Marsil Hanen

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00-Eingangseschoss Foyer und Café M 1:100 © Marsil Hanen

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Schnitt M 1:50 © Marsil Hanen

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01-Ausstellungsgeschoss M 1:100 © Marsil Hanen

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02-Seminargeschoss M 1:100 © Marsil Hanen

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03-Bibliothek und Open-air-Kino M 1:100 © Marsil Hanen

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Fassadendetail M 1:25 © Marsil Hanen

Deutsches Kulturinstitut Madrid

MH Architektur

Im Herzen der dichten Innenstadt Madrids erweitert ein Kulturzentrum die Stadt um einen Ort des Austausches und nähert sich dem Ort dabei über Motive der Stadt an

Im Herzen der dichten Innenstadt Madrids, unweit von Plaza Mayor, Plaza Puerta del Sol und der Plaza Isabel II gelegen, sollte auf zwei aneinanderliegenden Parzellen eines Blocks ein Entwurf für ein deutsches Kulturinstitut gefunden werden. Dieses profitiert von dem Maß an Öffentlichkeit, was diesem Teil der Stadt durch Oper und Königspalast zuteil wird. Der Niveauunterschied der zwei zu verbindeneden Straßen beträgt dabei in etwa 7m, die schwierige Brandwandsilhoutte trägt zu der Komplexität des Grundstückes bei.

Der Entwurf stellt sich nicht der Frage, was ein deutsches Kulturinstut ist, sondern sieht Kultur als schützenswertes Allgemeingut an, welches vom Austausch lebt. Demzufolge wird das Haus Zentrum dieses Austauschs zwischen verschiedenen Kulturen und bietet ein breites Spektrum an Aktivitäten und Orten der Kommunikation an und funktioniert dabei analog zum Stadtgrundriss Madrids, welcher sich an unzähligen Plätzen lichtet. Den Niveauunterschied der Parzelle nutzt der Entwurf als Chance, die Besucher anzuziehen, indem Passanten die große verbindende Treppe als Passage nutzen können. Der Sockel des Hauses funktionert zudem als öffentlicher Bereich mit Vorführungssaal, Bar und Cafe. Dabei versteht es sich als Regal, welches den unterschiedlichen aufzunehmenden Nutzungen gleichermaßen dient und auch eine zukünftige flexible Nutzung nicht verhindert.

So ist in den Ebenen, welche oberhalb des Sockels liegen, eine starke, raumbildende Struktur, welche den Gegebenheiten des Grundstücks folgt, und die Komplexität des Grundstückes erfahrbar macht. Dabei entstehen auf jedem Geschoss zwei unterschiedlich bespielbare Einheiten, welche durch das Treppenhaus gleich einem Gelenk verbunden werden. In den leicht - innerhalb eines Rasters - unpräzise gesetzten Öffnungen differenziert sich das Institut von der umgebenden Wohnbebauung mit den meist stringent gerasterten Fassaden und bricht so das Prinzip des Hauses als Regal an dieser Stelle bewusst, um der Öffentlichkeit von der Kurzweiligkeit und Varianz des Innenlebens zu erzählen. In der Fassade nimmt das Kulturzentrum die klassische Dreiteilung der umgebenden Bebauung auf.

Die Höhen der anschließenden Sockel werden zugunsten der Räume nicht aufgenommen, im oberen Abschluss allerdings vermittelt das Dach auf Seite der Calle Espejo, seitens der Calle Escalinata vermag das Institut durch Rücksprünge in der Fassade, die vielfältige Dachlandschaft des Blocks zu ergänzen. Die Öffnungen des Sockels weiten sich nach Außen hin und ziehen so Licht und Besucher in das Institut hinein. Die Fassade bedient sich des für Madrid typischen roten Ziegels, welcher flächendeckend im Stromverband gemauert ist. Der Stromverband, von vielen madrilener Gebäuden wie Kirchen und Museen in Teilen der Fassade als Zierelement verwendet, verliert durch die großzügige Anwendung den rein ornamentalen Charakter und vermittelt so zwischen der umgebenden Bausubstanz und der öffentlichen Aufgabe des Hauses. Die Besonderheit der Fassade wird dabei erst im Näherkommen offenbar.

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