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Blick von Nord-Ost © Lucas Podzuweit

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Blick von der Parkterrasse © Lucas Podzuweit

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Blick zum Eingang © Lucas Podzuweit

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Konzertsaal © Lucas Podzuweit

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Umgebungsmodell © Lucas Podzuweit

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Schnittmodell © Lucas Podzuweit

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Grundriss Erdgeschoss © Lucas Podzuweit

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Grundriss 1. Obergeschoss © Lucas Podzuweit

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Grundriss 2. Obergeschoss © Lucas Podzuweit

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Ansicht Nord © Lucas Podzuweit

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Ansicht Ost © Lucas Podzuweit

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Ansicht Süd © Lucas Podzuweit

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Ansicht West © Lucas Podzuweit

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Schnitt längs © Lucas Podzuweit

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Schnitt quer © Lucas Podzuweit

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Fassadenansicht und Detailschnitt © Lucas Podzuweit

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Lageplan © Lucas Podzuweit

Franz-Liszt Saal Weimar

Lucas Podzuweit

Mit öffentlichen Terrassen, welche an den bereits niedergebrannten Vorgängerbau erinnern, fügt sich der neue Franz-Liszt Kammermusiksaal in die englischen Garten Park an der Ilm ein. Der gestaffelte durch Backstein eingekleideter Bau wirkt zugleich selbstbewusst und ehrfürchtig der Natur gegenüber.

Am Standort für einen neuen Kammermusiksaal der Stadt Weimar, wurde im Jahre 1650 eine barocke Treppenskulptur, die so genannte »Schnecke«, in Holz errichtet. Der neue Baukörper bezieht sich in seiner Ausrichtung und innerer Struktur auf seinen bereits niedergebrannten Vorgänger. Es entsteht eine Architektur, welche eindeutig als Teil des Parks an der Ilm gelesen werden kann. Gestaffelte, über Treppen verschnittene Volumen interpretieren mit einer außenliegenden »Promenade« und einer gegenläufigen inneren Erschließung, welche sich an ihren Endpunkt treffen, die Aufwärtsbewegung der Doppelhelix-förmigen Treppenläufe der ehemaligen »Schnecke«.

Das ineinander Verdrehen der einzelnen Volumen wird zusätzlich durch die vertikal gegliederte Backsteinfassade mit einem sich nach oben hin weiter werdenden Rhythmus unterstrichen. Eine verschobene Staffelung der Bauvolumen differenziert zugleich die verschieden Ansichten und Blickpunkte zum Gebäude und schafft einen selbstbewussten und zugleich ehrfürchtigen Dialog zur Natur, insbesondere zu den umgebenden Baumkronen. Die Erschließung des Gebäudes bis hin zum Ranggeschoss des Saals ist im Sinne der englischen Landschaftsarchitektur ein dramaturgisch komponierter Weg mit unterschiedlichen Raumformaten und Ausblicken. Im ersten Geschoss wir der Saal betreten. Die Staffelung in der eingehängten Holzkonstruktionen mit einem sich nach oben verengendem Rhythmus aus unterschiedlich weit überstehenden Kanthölzern und dazwischen eingesetzten gebogenen Eichen-Furnier-Holz Paneelen bewirkt eine mystisch Grotten-artige Atmosphäre.

Gleichzeitig besteht ein Dialog zur Außenform des Gebäudes. Der Zuhörer soll in diesem surrealen Raum alles, was außen ist vergessen, und in die Welt der Musik abtauchen. Einen Stein breite Lisenen unterteilen und steifen die einschalige Vorhangsfassade aus. Ähnlich wie die Linden-Verschnitt Bekleidung der ehemaligen »Schnecke«, wirkt die dünne Backsteinfassade wie eine Haut, die sich um das gesammte Gebäude legt. An ihren Abschlüssen, wo die Fassade in eine dünne Brüstung der äußeren »Promenade« übergeht, werden beige, Backstein-farbene Beton-Fertigbauteile montiert, um einen Dachsbschluss zu bilden. Neben ihrem gestalterischen Ausdruck bewirken die Lisenen einerseits die Aussteifung der bis zu neun Metern hohen Vorhangfassade, andererseits verstecken sie auf ideale Weise notwendige Dehnungsfugen.

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