Projekt: Modellfoto//Entwurf M1:100

Modellfoto//Entwurf M1:100

Projekt: Modellfoto//Detail M1:20

Modellfoto//Detail M1:20

Projekt: Modellfoto//Innenräumliche Atmosphäre

Modellfoto//Innenräumliche Atmosphäre

Projekt: Aufgabenstellung

Aufgabenstellung

Projekt: Lageplan M1:500

Lageplan M1:500

Projekt: Grundriss EG M1:100

Grundriss EG M1:100

Projekt: Grundriss OG M1:100

Grundriss OG M1:100

Projekt: Schnitt -AA- M1:100

Schnitt -AA- M1:100

Projekt: Schnitt -BB- M1:100

Schnitt -BB- M1:100

Projekt: Ansicht Nord M1:100

Ansicht Nord M1:100

Projekt: Ansicht Ost M1:100

Ansicht Ost M1:100

Projekt: Ansicht Süd M1:100

Ansicht Süd M1:100

Projekt: Ansicht West M1:100

Ansicht West M1:100

Projekt: Aufsicht Dach M1:100

Aufsicht Dach M1:100

Projekt: Isometrie

Isometrie

Projekt: Detail Eingangstür M1:20

Detail Eingangstür M1:20

Projekt: Detail Fenster EG M1:20

Detail Fenster EG M1:20

Projekt: Detail Fenster OG M1:20

Detail Fenster OG M1:20

Projekt: Detail Geräterraum M1:20

Detail Geräterraum M1:20

Projekt: Detail Dach-Treppenhaus M1:20

Detail Dach-Treppenhaus M1:20

Projekt: Detail Fassadenschnitt M1:5

Detail Fassadenschnitt M1:5

Projekt: Tragwerk EG

Tragwerk EG

Projekt: Tragwerk OG

Tragwerk OG

Projekt: Tragwerk Schnitt

Tragwerk Schnitt

Projekt: Eckverbund und Steinproben

Eckverbund und Steinproben

Projekt: Erläuterungen und Legende

Erläuterungen und Legende

Konstruktives Projekt 2013 // Turnhalle am Löwenwall, Braunschweig

Christian Wensel | Gerriet Behrens

Die Aufgabenstellung, für den Neubau der Sporthalle auf einem nicht sehr großen Pausenhof möglichst wenig Fläche in Anspruch zu nehmen, führt zu einem äußerst kompakten Baukörper. Dieser schirmt die in akzeptabler Größe erhaltene Pausenfläche gegen den öffentlichen Raum ab und bietet trotz geringen Volumens gute Raumqualitäten und funktionale Zusammenhänge. Der monolithische Wandaufbau (Klinkerfassade verzahnt mit Poroton-Hintermauerwerk, 50 cm) kann unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit positiv bewertet werden: schwer zu recycelnde Dämmstoffe werden reduziert, ein beachtlicher U-Wert (0,18) kann erreicht werden bei gutem Hitzeschutz und wenig komplizierten, wartungsfreundlichen Details. Ähnliches gilt für die Dachkonstruktion aus Betonkassetten mit aufgesetzten Oberlichtern, die eine optimale Tageslichtversorgung garantieren und zugleich statisch für die Sportfunktionen genutzt werden können.

Die folgende Objektbeschreibung befindet sich auch im Bereich der Zeichnungen. Zu finden in dem Dokument "Erläuterung und Legende"

Grundstück Die Umgebung des Grundstückes ist gezeichnet durch repräsentative Stadtwohnhäuser, durch das Städti- sche Museum, den Braunschweiger Kulturverein und eine ausgedehnte Grünfläche. Insgesamt ein Ort an dem man keine Turnhalle erwartet.
Der Schulhof des Gauss-Gymnasiums ist nicht sonderlich groß, er wird zum Löwenwall hin von der jetzigen Sporthalle begrenzt und ist geprägt von Höhenunterschieden, die durch runde Kiesareale nachgezeichnet werden. Das Schulgebäude steht erhaben, wie ein überdehntes L an der nördlichen Seite des Hofes und ist im Hofzugangsbereich mit der Turnhalle über ein Vordach verbunden. Kastanien und Ahornbäume sorgen für Begrünung und bilden an ihren Stämmen Aufenthaltsbereiche. Das vorgegebene Grundstück misst 41 m in der Länge -also etwas mehr als der gegenwärtige Hallenbau- und 33 m in der Breite.
Ein Schulhof braucht Platz für Bewegung und ein gewisses Maß an Freiraum. Die Schüler sollen sich nicht in ihren Pausen wie in einem engen Hinterhof fühlen.

Entwurf Aufgrund der beschriebenen Situation haben wir einen kompakten Baukörper entwickelt, der nur gut die Hälf- te der zu bebauenden Fläche einnimmt. Wie eine hochgezogene und verbreiterte Schulmauer soll unser Entwurf dem Hof eine gewisses Abgrenzung geben, um ein Verschwimmen mit dem Museumsvorplatz zu verhindern. Unser Körper stellt nicht den wichtigsten Teil dieses Ortes da, sondern nimmt sich zurück und funktioniert als Ergänzung. Das gesamte Raumprogramm wird in einem Quader zusammengefasst. Die Einfeldsporthalle nimmt hierbei den größten Teil des Volumens ein. Ebenengleich zum Schulhof ordnen sich alle Nutzräume unter der Gym- nastik- und Mehrzweckhalle an. Diese erreicht man über eine Treppe die die beiden Hallen voneinander trennt und damit auch den Baukörper strukturiert. Haustechnik und Geräteraume sind im Erdreich unter den Wall geschoben. Die Ansicht der Sporthalle wird hofseitig von vier großformatigen Öffnungen geprägt, die bewirken, dass sich der Pausenhof in das neue Gebäude hinein erweitert und eine Interaktion erzeugen. Die Fenster sind regel- recht aufgeklebt, um die Kubatur nicht zu zerstören. Der Eingang hingegen drückt sich bewusst in den Kör- per hinein und wird zudem mit einem Vordach in seiner Funktion markiert. Platzseitig findet sich nur eine Öff- nung, hier dominiert die Mauersituation. Die serielle Dachform, bestehend aus „Betonkassetten“ mit aufgesetzten Oberlichtern unterstützt den klaren Charakter des Entwurfes und bietet eine optimale und funktionale Tageslichtversorgung, sowie eine prakti- sche Nutzung für Seilzüge und ähnliche Sportapparaturen.

Materialität

Als Fassadenmaterial wurde ein hellgrauer Klinker im Dünnformat gewählt. Dieser gliedert sich von Farbe und Materialität her sehr gut in die Umgebung ein. In den umliegenden Gebäuden finden sich immer wieder Bereiche, die mit kleinformatigen Steinen gegliedert sind. Auch wenn ein Großteil der Fassaden von grobem Putz, einem Sockel mit Bossenmauerwerk und großformatigen Steinen geprägt ist, bietet sich ein wertiger Klinker als passend für dieses repräsentative Gegend an.



In den konstruktiven Fokus des Entwurfes stellt sich der monolithische Wandaufbau.
Der Baukörper besitzt eine komplett umlaufende Klinkerfassade, die den Besucher bis in den Eingangsbe- reich begleitet. Der DF Ziegel verzahnt sich im amerikanischen Verbund mit dem Hintermauerwerk (abwech- selnd vier Läufer und zwei Binder, 50 cm Wandstärke insgesamt). Hierbei handelt es sich um einen gedämm- ten Poroton Hochlochziegel, der die wärmedämmende Funktion übernimmt. Eine Dämmebene im klassi- schen Sinne ist somit nicht mehr nötig. Dies trifft unter zweierlei Gesichtspunkten den Gedanken der Nach- haltigkeit. Zum einen spart man an schwer zu recycelnden Dämmstoffen, zum anderen erreicht man einen recht beachtlichen U-Wert, sowie einen hervorragenden Hitze- und Feuchteschutz (U-Wert-Berechnung: 0,18 W/m^2).
Tragende Wände unter der Mehrzweckhalle sind aus Beton, ebenso der vergrabene Geräteraum. Ein massi- ver Ringanker sorgt für die nötige Aussteifung der Außenwände. Die als Betonleitern ausgebildeten Decken- elemente werden seriell aneinander gereiht und vergossen.

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