Projekt: Perspektive

Perspektive

Projekt: Modell

Modell

Projekt: Modell Detail

Modell Detail

Projekt: 2.-6. Obergeschoss

2.-6. Obergeschoss

Projekt: 1. Obergeschoss

1. Obergeschoss

Projekt: Erdgeschoss

Erdgeschoss

Projekt: Untergeschoss

Untergeschoss

Projekt: Schnitt BB

Schnitt BB

Projekt: Schnitt AA

Schnitt AA

Projekt: Ansicht Süd-West

Ansicht Süd-West

Projekt: Ansicht Süd-Ost

Ansicht Süd-Ost

Projekt: Ansicht Nord-West

Ansicht Nord-West

Projekt: Ansicht Nord-Ost

Ansicht Nord-Ost

Projekt: Detail

Detail

Kontorhaus am Alsterfleet

Thies Wacker

Das Kontorhaus als Bürogebäude hat in Hamburg eine lange Tradition. Somit ist es nicht verwunderlich, dass im Rahmen der städtebaulichen Verdichtung der Kontorhaus, in zeitgemäßen Anforderungen verwendet wird um den typischen hanseatischen Charakter Hamburgs zu erhalten.

Das Kontorhaus als Bürogebäude hat in Hamburg eine lange Tradition. Das 1924 erbaute Chilehaus im Kontorhausviertel gilt als eines der Wahrzeichen in der Hansestadt. Somit ist es nicht verwunderlich, dass im Rahmen der städtebaulichen Verdichtung der Kontorhaustypus, in zeitgemäßen Anforderungen verwendet wird um den typischen hanseatischen Charakter Hamburgs zu erhalten.

Das für den Entwurf gewählte Grundstück am Rödingsmarkt, liegt am Knotenpunkt zwischen Hafen und Alster und markiert den Wechsel zwischen der konsumorientierten Innenstadt und dem gewerblichen Hafen. Das Grundstück wird von zwei Straßen begrenzt und liegt zwischen den baulich sehr präsenten Steigenberger Hotel und der alten Oberfinanzdirektion aus dem Jahre 1910. Das Grundstück richtet sich auf den Kirchturm der Sankt Nikolaikirche, der für die Hamburger als wichtiges Mahnmal des zweiten Weltkrieg gesehen wird. Auf der anderen Seite ist das Grundstück von Alsterfleet begrenzt. Das Gebäude bildet somit keine Rückseite aus und ist von allen Seiten für den Stadtraum präsent. Dieses Grundstück ist ein gutes Beispiel für städtische Restflächen, welche für einzigartige Bauprojekte zur Verfügung gestellt werden.

Der Entwurf des „Rödingskontor“ geht auf diese besondere Situation in individueller Weise ein und weißt einen starken Bezug zum Ort und Grundstück auf. Das Kontorhaus hat sechs Stockwerke und weißt eine gesamt Höhe von 34 m auf. Es besitzt damit annähernd die gleiche Höhe wie die Oberfinanzdirektion und das Steigenberger Hotel. Um im städteräumlichen Kontext nicht unterzugehen, ist diese Höhe ein wichtiger Aspekt. Die stark vertikal gegliederte Fassade mit den stark hervortretenden Lysenen verstärkt diesen Eindruck der höhe und greift eine für das Kontorhaus wichtige Massivität und bauliche Gliederung auf. Alle Elemente des alten Kontorhaustypus, werden in neuer Form baulich umgesetzt. Die Fassade gliedert sich in drei Teile, welche aus Sockel, Schaft und Attika bestehen. Dieses Motiv wird an den meisten Kontorhäusern in Hamburg gezeigt. Die Fassadengestaltung aus Klinker ist als typisches Material unausweichlich, in diesem Bezug ist ein märkischer Verband verwendet worden, wie er auch am Chilehaus zu finden ist. Die Brüstungen der Fassade sind als vertikaler Parallelverband ausgeführt und unterstützt die in der Fassade unterschiedlichen Tiefen. Aufgrund der umliegenden starken Benutzung hellerer Werkstoffe wie Natursteinplatten und Sandsteinornamentik, wird auf einen dunklen Ziegel verzichtet und ein hellerer Ziegel in einem reduzierten weiß verwendet. Der Wasserstrichziegel ist Kohlegebrannt und besitzt somit eine individuell abweichende Färbung des einzelnen Ziegels. Der Sockel setzt sich stark von den oberen Geschossen ab. Er wird durch ein Fertigbetonelement getrennt und ist in seiner Ziegelfarbe in Dunkelgrau, in seiner Wirkung schwer und somit ein Fundament für das Gebäude. Den Abschluss der Attika bildet auch ein Fertigbetonelement. Er ist scharf gezeichnet. Die Fassade zum Fleet steht auf der Wasserkannte und steht somit direkt im Wasserbereich. Die sehr schmale Fassade zur Straßenseite, dem Rödingsmarkt präsentiert durch seine vertikale Gliederung und gibt einem das Gefühl einer starken Höhenwirkung. Die Fassade ist als Blickpunkt des Platzes und Mitspieler vom Kirchturm der Nikolaikirche ausgebildet. Der süd- west Fassade des Gebäudes ist ein Platz vorgestellt. Am hinteren Ende des Platzes befindet sich eine Einbuchtung. Diese ist der Eingang zum Kontorhaus und bildet den Abschluss des Fläche. Die Fenster des Gebäudes, welche in immer gleicher Breite aber unterschiedlicher Höhe variert werden, sind 2,01 m breit und sind im Wechsel mit den 74 cm breiten Lysenen. Sie sind mit Rahmen in einer schwarz oxidierten Kupferverkleidung ausgeführt.

Beim Betreten des Gebäudes betritt man als erstes das Foyer. Direkt am Eingang befindet sich der Zugang zur Gastronomie an der Fleetseite. Diesem Gegenüber befindet sich der Empfang. Im hinteren Bereich ist über eine Tasche die Erschließung über die Fahrstühle zu erreichen. Das Konferenzgeschoss kann über eine eigene Treppe erreicht werden und verbindet somit die beiden individuell von einander nutzbaren Gastronomie Bereiche. Im Konferenzgeschoss sind fünf unterschiedlich große Seminarräume vorzufinden. Das große Foyer des Seminarbereichs besitzt ein Catering und Garderobenbereich. An diesem vorbei befinden sich zwei Stichflure, die die einzelnen Seminarräume erschließen. Ab dem zweiten Obergeschoss befinden sich die einzelnen Bürogeschosse. Diese sind in bis zu vier einzelne Büroeinheiten teilbar. Der der Mitte in drei Körper geteilte Kern beinhaltet alle Erschließung, die Sanitärräume und Nebennutzungen. Der Fahrstuhl erreicht ein kleines Foyer an den der Empfangsbereich angeschlossen ist. Die Büroeinheiten individuelle einteilbar. Der Innere Kern und die Fassade fungieren als tragende Wände und werden von den Decken überspannt. Der gesamte Zwischenbereich ist vollkommen frei bespielbar. Die Bürotrennung mit einen Schrankwandsystem ausgebildet, welches oberen Bereich die Flure belichtet. Diese Wände bilden eine massive Trennung zwischen Räumen und Flur aus. Die Eingangstüren zu den einzelnen Büros sind wie kleine Schleusen. An drei Stellen, im vorderen Teil, in der Mitte und im hinteren Teilen, weitet sich der Raum auf und die Flure weichen Kombi- und Kommunikationszonen. Die Büros sind auf einem Raster von zwei mal 1,37 m aufgebaut. Die Tiefe ist an den Längsseiten 5,9m und an den offenen Stirnseiten 6m beziehungsweise 8m tief.

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