Projekt: Modellfoto 01_Wöhner

Modellfoto 01_Wöhner

Projekt: Modellfoto 02_Wöhner

Modellfoto 02_Wöhner

Projekt: Pläne Teil 01

Pläne Teil 01

Projekt: Detail 1:20

Detail 1:20

Projekt: Modellfotos

Modellfotos

Kontorhaus am Alsterfleet

Christine Wöhner

Mitten im Herzen Hamburgs sollte ein neues Kontorhaus entstehen. Das Büro- und Geschäftshaus am Alsterfleet ist in drei Teile gegliedert. Diese drei Teile unterscheiden sich in ihrem Fassadenablauf. Die untere Schlinge, sie beherbergt EG und 1. OG, faltet sich süd-westlich ein, die obere, 4.+5. OG, nord-östlich. Im Mittelteil ist die innere Fassade komplett von der äußeren gelöst. Dieser so entstehende Innenraum dient nicht nur der Kommunikation, sondern ist gleichzeitig auch das Tragwerk.

Der Entwurf füllt ein historisch bedingtes Entwurfsgrundstück aus. Mit seinen sechs Geschossen passt es sich der umgebenden Bebauung an, ohne sich zu verstecken. Das Gebäude ist in drei Teile gegliedert, welche durch einen leichten Sprung in der Fassade kenntlich sind. Diese drei Teile unterscheiden sich in ihrem Fassadenablauf. Die untere Schlinge, sie beherbergt EG und 1. OG, faltet sich süd-westlich ein, die obere, 4.+5. OG, nord-östlich. Im Mittelteil ist die innere Fassade komplett von der äußeren gelöst. Die Sockelzone zeichnet sich durch eine höhere Raumhöhe aus, die durch die öffentlichere Nutzung bedingt ist. In den darüber folgenden vier Geschossen befindet sich Büronutzung. Das Gebäude wird von einen kleinen Vorplatz aus erschlossen. Die erste Einfaltung der Fassade bildet das Foyer aus. Von hier gelangt man in die Bürogeschosse, in das Konferenzgeschoss und in den Gastronomiebereich. Der Gastronomiebereich ist an der Fleet-Seite angeordnet und bietet so einen schönen Ausblick. Über den zweiten Kern erfolgen die Anlieferung und die Versorgung des Gastronomiebereiches. Des Weiteren sind im EG noch drei Shops ansässig, die von der Straße aus zugänglich sind. So wird eine abwechslungsreiche und belebte Sockelzone generiert. Küche, Kühlräume und Lager für die Shops befinden sich im UG. Über eine einladende offene Treppe gelangt man in das Konferenzgeschoss. Diese Treppe ist ein Zitat der Treppen der ursprünglichen Kontorhäuser mit ihren repräsentativen, offenen Treppenhäusern. Man betritt die andere Seite der Fassade und befindet sich nun im „Inneren“ des Gebäudes. Hier gibt es drei Veranstaltungsräume, die durch ein großzügiges Foyer miteinander verbunden werden. Immer wieder wird der Wechsel der Fassadenseite deutlich. Gerade durch das Fortführen des Öffnungsrasters, erhält man auch im Inneren Fenster, die einen Blick auf die andere Seite ermöglichen. Vom Foyer aus sieht man auch den ersten Wechsel von der Tragstruktur, d.h. von den ersten beiden Geschossen zu den nächsten beiden. Die Fassade wandert weiter nach Innen in das Gebäude und löst sich von der äußeren Fassade. Es entsteht eine „Blase“. Diese sitzt statisch auf der vorherigen Einfaltung. Durch die Einschnitte wird eine offenere Arbeitsatmosphäre geschaffen. Der Luftraum verbindet die Mieter untereinander und regt zur Kommunikation unter Kollegen an. Er schafft Transparenz. Der ursprüngliche Anonymitätsgedanke, wie er z.B. im Meßberghof vorherrschend war, wird aufgehoben. Zu den Büroetagen. Durch den inneren Einschnitt entstehen zwei L-förmige Einheiten mit einer tiefe von 8.40m, die sowohl als Großraum- als auch als Kombi- oder Einzelbüros gut nutzbar sind. Man kommt im Inneren des ersten Kerns an und kann dann entweder in die eine oder in die andere Einheit gelangen. Auf der anderen Seite verbindet der zweite Kern die beiden wieder zu einem Ganzen. In den obersten beiden Geschossen wandert die „Blase“ wieder nach außen und gliedert sich der Fassade an. Es gibt nun also auf der anderen Gebäudeseite eine Einfaltung, wie schon im EG+1.OG. Diese Einfaltung sitzt teils über dem vorherigen Luftloch. Die Fassadenoberfläche vergrößert sich und damit die nutzbare Bürofläche. So bekommt jeder Angestellte einen direkten Bezug zu Tageslicht und Außenwelt. Der obere Einschnitt ermöglicht auch einen Blick auf das Fleet aus zweiter Reihe. Das Tragwerk besteht aus den beschriebenen drei vertikal gestapelten Fassadenabläufen und zwei Kernen. Sowohl die Außenwände als auch die innenliegenden Fassadenbereiche sind tragend. Die Lasten werden an den Kreuzungspunkten der Wände abgetragen. Die Fassade ist sehr einheitlich gestaltet. Die Fensterbreite beträgt überall das gleiche Maß, lediglich die Fensterhöhe variiert. Um das umwandernde Fassadenthema zu unterstreichen, wurde diese Regelmäßigkeit gewählt, die sich auch im Inneren fortsetzt. Als Fassadenmaterial wurde ein heller, gelbstichiger Klinker gewählt. Dieser passt sich gut in seine Umgebung – Natursteinplatten, Sandstein – ein und bildet eine helle (freundliche) Neuinterpretierung der sehr dunklen Kontorhäuser um das Chilehaus.

Poste Deinen Kommentar zu diesem Projekt!

Teilen Deine Gedanken zu diesem Projekt und hinterlasse ein persönliches Feedback. Fülle dazu einfach die nachfolgenden Felder aus und bestätige Dein Posting durch Klick auf den Link in der Bestätigungs-Mail.

Ich möcht den Backstein-Newsletter abonnieren.

Hiermit stimme ich den Nutzungsbedingungen zu.*

*Pflichtfelder