Projekt:

Visualisierung Außenraum © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Visualisierung Innenraum © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Visualisierung Foyer © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Visualisierung Museumsraum © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Ansicht kurz 1 © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Ansicht kurz 2 © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Ansicht lang 1 © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Ansicht lang 2 © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Fassadenschnitt und -ansicht 1:20 © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Grundriss Erdgeschoss 1:200 © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Grundriss Obergeschoss 1:200 © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Grundriss Untergeschoss 1:200 © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Lageplan 1:500 © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Perspektivschnitt 1 1:100 © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Perspektivschnitt 2 1:100 © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Piktogramm Axonometrie © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Schnitt kurz 1 © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Schnitt kurz 2 © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Schnitt kurz 3 © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Schnitt lang 1 © Tano Muffler, Maximilian Janke

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Schnitt lang 2 © Tano Muffler, Maximilian Janke

Mogulmuseum Indien

Maximilian Janke

Nahe des Taj Mahal in Agra soll ein Museum für Mogul-Architektur entstehen. Ein Gebäude, das allen offen steht, in einem Land, in dem traditionelle, separierende Prinzipien wie das Kastensystem nach wie vor eine große Rolle spielen. Ein Ort, der zum Verweilen einlädt und teil der Gesellschaft ist.

Der Baukörper gliedert sich in mehrere unterschiedlich hohe Kuben, die das Gebäude zum Außenraum hin auflösen. Dadurch scheint sich der Museumskomplex dem kleinteiligen Bestand der Umgebung anzunähern, ohne diesen konzeptionell zu kopieren. Trotzdem liegt dem Entwurf eine klare Struktur zu Grunde, die das Gebäude funktional hierarchisiert. Zwischen Museum und Straße soll ein langgezogener Platz vermitteln, der der Kontur des Gebäudes folgt und den Besucherstrom auf natürliche Weise zum Eingang leitet. Der Gesellschaft soll hier ein Ort gegeben werden, der weit über den eines normalen Museums hinausgeht. Ein Ort der Zusammenkunft, des kulturellen Austauschs und eines die Schichten übergreifenden Miteinanders. Die Setzung des Museums entlang der Straße bietet weiterhin die Möglichkeit den Bestand auf dem nordöstlichen Teil des Baufeldes zu erhalten. Die bestehenden, einfachen Wohngebäude der Umgebung sollen Teil eines großen Ganzen werden und nicht durch ein Museum für eine kleine Elite verdrängt werden.

Das Mughal Museum soll als Spiegelbild der Gesellschaft fungieren und so einen Beitrag zur kulturellen Weiterentwicklung Agras leisten. Der Entwurf lässt sich in drei Schienen aufteilen: die monolithisch wirkenden, sich städtebaulich abstufenden Baukörper zur Straße, eine Verbindungsschiene in der Mitte und eine rückläufige Schiene. Die Dauerausstellung ist im ersten Geschoss gelegen, was dieser die Möglichkeit einer chronologischen Gestaltung gibt. Während die Bewegungsachse in Sichtbeton ausgeführt ist, sind die Räume der Dauerausstellung grob weiß verputzt und von oben über Sheddachfenster belichtet, was dieser eine klassischere Ausstellungssituation ermöglicht. Der Sichtbeton der Verbindungsschiene zieht sich in die Räume der Sonderausstellung hinein und schafft somit eine dunkle, intime Atmosphäre, die durch die besondere Lichtsituation in Form von ‚Lichtkaminen‘ noch verstärkt wird. Die Materialität spielt in Indien eine besondere Rolle, daher kommt traditionell lokales Baumaterial zum Einsatz. In der Region um Agra gibt es keine natürlichen Stein- oder Felsvorkommen, so bestehen alle Bauten früherer Zeiten in ihrem Kern aus Ziegelsteinen.

Diesen rohen Umgang mit Materialien soll der Entwurf aufnehmen. Im Gegensatz zu den Bauten der Mogul-Architektur zeigt das Gebäude die Konstruktion direkt und ehrlich und macht sie somit erfahrbar. Die Konstruktion der Kuben erfolgt durch einen zweischaligen Aufbau. Stahlbetonwände bilden eine innenliegende Grundstruktur, während dieser eine klassische Mauerwerkswand im Ziegelmaß vorgelagert wird, die selbsttragend ausgebildet ist. Während der rote Ziegel eine äußere Hülle bildet, die die skulpturale Wirkung der Baukörper unterstreicht und diesen Tiefe verleiht, stellt der Sichtbeton eine glatte und ruhige Oberfläche dar, der die Innenräume des Museums in ihrer Raumwirkung betont und die großen Volumen auf den Besucher wirken lässt.

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