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Situation vom Kirchplatz kommend - der neue Dorfplatz entdeckt sich /Blick auf Bühnenmöglichkeit © Andreas Bögeholz

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Gesamtsituation Entwurfsfeld mit umgebender Bebauung © Andreas Bögeholz

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Aufgang von Südwesten mit Sitzmöglichkeiten © Andreas Bögeholz

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Sprengwerkprinzip des kleinen Holzvolumens (Bücherei) © Andreas Bögeholz

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Konstruktion der Holzvolumen mit schwebendem Deck im Konstruktionsraum des Rathaus © Andreas Bögeholz

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Entwurfspläne © Andreas Bögeholz

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Entwurfspläne © Andreas Bögeholz

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Entwurfspläne © Andreas Bögeholz

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Entwurfspläne © Andreas Bögeholz

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Entwurfspläne © Andreas Bögeholz

Neue Ortsmitte Mindelstetten

Andreas Bögeholz

An die historische Struktur eines Straßendorfs mit bäuerlichen Hoftypologien und Speicherstätten anknüpfend, schafft das Projekt den Brückenschlag - heraus aus einer subsistenten Vergangenheit hinein in eine fragil gewordene Gegenwart - mithilfe der "Geborgenheit vertrauter Formen" (Peter M. Bode).

 

IDEE

Die Wurzeln der Herkunft zu stärken und vermehrt Identität zu stiften gelten als oberste Prämisse bei der Gestaltung einer neuen Ortsmitte in Mindelstetten. Überlegungen zu einer zukunftsfähigen Gestaltung des Lebensumfeldes im Hauptort der 1700 Einwohner zählenden Gemeinde führen gemeinschaftliche Perspektiven des Gemeindelebens an einem zentralen Ort zusammen. Aus diesen Aspekten heraus wurde im Vorfeld eine Programmatik aus Rathaus, Bibliothek, Veranstaltungsraum, Tagespflege und Allgemeinmediziner, sowie einem Kiosk erstellt, welche an der städtebaulichen Schnittstelle zwischen historisch gewachsener Struktur (Norden) und geplanter Dorferweiterung (Südosten) ein dynamisches Potential erzeugen kann.

 

STÄDTEBAU

Vorherrschende Städtebauliche Motive werden aus der von bäuerlichen Speicherbauten geprägten Bestandsstruktur entlehnt, und in eine moderne Formensprache tradiert. Traditionelle Muster vollziehen dezent den Brückenschlag zwischen Großstrukturen (Stadel/Kirchenschiff) und umgebender Einfamilienhausbebauung. Entsprechend der funktionalen Eigenschaften gliedert sich das neue Ensemble in ein Großvolumen (Rathaus/Arzt/ Tagespflege) und ein kleineres Volumen mit Bibliothek und Veranstaltungsraum/Bühne. Der Versatz der aus genannten Gründen unterschiedlich dimensionierten Gebäude zueinander baut über Ein- und Durchblicke (Bücherei/Rathaus) eine starke Beziehung der Körper zueinander auf. Die Satteldächer binden das Ensemble großmaßstäblich ein.

 

KONZEPT

Die Grundidee - über eine außenräumliche Raumfigur (Plätze) einen Treffpunkt/ eine Drehscheibe für vielschichtige Bedürfnisse zu schaffen - bedient sich konzeptuell des regionalen Stadel-Typus mit gemauertem Sockelgeschoss und einem von hölzernen Konstruktionen überdachten großen Speicherraum. Die neu interpretierte klassische dreischiffige Gliederung erzeugt im Erdgeschoss differenzierte außen- und zwischenräumliche Qualitäten (südlicher Vorplatz vor Kiosk bildet einen Bereich zum Neubaugebiet; nördlicher Platz zur Kirche orientiert sich zum Ortskern) und wird durch die Ausformulierung der massiven Volumen (Sitzgelegenheiten/ gedeckte Bereiche) dem Gemeinschaftssinn einer neuen Ortsmitte gerecht. Auf den massiven Volumen ruhen klar ausformulierte Holzkörper die durch die Anwendung des Sprengwerkprinzips auf einem separaten Balkenrost einen stützenlosen Raum für flexible Nutzung mit ausgeprägtem Raumempfinden generieren („alles ist für jedermann unter einem Dach zugänglich“).

 

ERSCHLIEßUNG UND GEBÄUDEORGANISATION

Das große Volumen (Tagespflege sowie Arzt und Rathaus) wird von einem zentralen Zugang erschlossen der sich auch nach außen in den Zwischenraum artikuliert. Durch den vom Holzvolumen gedeckten Außenbereich ist ein raumeffizienter Verteiler im EG möglich. Eine durchgängige Wand die sich aus dem Erschließungssystem heraus entwickelt fungiert als Rückgrat der erdgeschossigen Organisation, und stellt so der organischen Außenform eine innere Klarheit entgegen. Ähnlich verhält es sich beim Veranstaltungssaal. In den Holzvolumen ist der Innenraum durch wenige eingestellte Kisten gegliedert, die jedoch klar vom Sprengwerk aus KVH Fichte Abstand halten. Die Freibereiche/Loggien der Tagespflege orientieren sich jeweils auf den entstehenden Platz und die städtebauliche Achse Richtung Süd-Ost, um die angestrebte Verschränkung der Nutzungen und Benutzer zu unterstreichen.

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