Projekt: Perspektive

Perspektive

Projekt: Modell 1:500

Modell 1:500

Projekt: Modell 1:200

Modell 1:200

Projekt: 3D Modell

3D Modell

Projekt: Siena

Siena

Projekt: Schwarzplan

Schwarzplan

Projekt: Lageplan

Lageplan

Projekt: EG

EG

Projekt: 1. OG

1. OG

Projekt: 2. OG

2. OG

Projekt: 3. OG

3. OG

Projekt: 4. OG

4. OG

Projekt: 5. OG

5. OG

Projekt: 6. OG

6. OG

Projekt: Ansicht

Ansicht

Projekt: Schnitt

Schnitt

Projekt: Schnitt

Schnitt

Projekt: Fassade

Fassade

Projekt: Fassadenschnitt

Fassadenschnitt

Siena Borgo Nuovo

Manuel Guimaraes

Im Zuge des Auslandsprojektes der Hochschule Augsburg wurde ein Areal angrenzend an die Stadt Siena bearbeitet. Drei meanderförmige Riegel folgen den Höhenlinien entlang der prägnanten Topographie Sienas. Der Entwurf nimmt durch die Materialität und die Ausbildung der Räume starken Bezug zur historischen Altstadt auf.

Im Rahmen des Architekturstudiums der Hochschule Augsburg bearbeiten die Studierenden im 2. Mastersemester einen Auslandsentwurf der seinen Schwerpunkt in der Auseinandersetzung mit dem „anderen Kontext“ sieht. Die im Sommersemester 2013 von den Prof. Herbert Jötten und Marcus Rommel gestellte Aufgabe sollte sich mit dem Material im Kontext zu Landschaft und Umgebung auseinandersetzen. Unter dieser Betrachtungsweise war die Stadt Siena in der Toskana eine hervorragende Standortwahl, um die Studierenden vor Ort für die Eigenschaften und Qualitäten des regional bestimmenden Baustoffs Backstein zu sensibilisieren und zu eigenständigen Lösungsansätzen herauszufordern.

Der Schwerpunkt des städtebaulichen Teils der Aufgabe wird es sein zwischen dem Festhalten am Bild der alten europäischen Stadt und den Herausforderungen der diffusen Zonen des Umlandes eine kontextuelle Position zu formulieren und möglicherweise neue Stadtbilder zu generieren, sowie Konzepte und Methoden zu entwickeln, mit denen sich eine Entwicklungsdynamik am Übergang zum Landschaftsraum städtebaulich qualifizieren lässt.

Der Entwurf sollte sich mit den traditionellen urbanen Qualitäten der dicht bebauten Stadt auseinandersetzen und in eine zeitgemäße Architektursprache umsetzen. Die bewegte Topographie Sienas musste beachtet werden. Die Architektur sollte sich mit den traditionellen Bautypologien auseinandersetzen und diese den modernen Bedürfnissen entsprechend neu interpretieren bzw. weiterentwickeln; insbesondere die Materialität der Bauten sollte die Auseinandersetzung mit den lokalen Materialien widerspiegeln.

Das Stadtbild Siena ist geprägt durch ihre topographische Lage und durch die dichte mittelalterliche Bebauung. Die historische Bebauung befindet sich primär auf den Grünzungen in den höheren Lagen. Dadurch ergeben sich vielerorts Ausblicke in die toskanische Landschaft. Den engen Gassen der Stadt folgt in regelmäßigen Abständen eine Ausdehnung in Form eines Platzes. Die Kombination aus dichter und weiter Bebauung lässt in uns ein Gefühl des Wohlbefindens entstehen. Jedoch ist bei genauerer Betrachtung auch erkennbar das eine solch dichte Bebauung, Einbußen in der Wohnqualität mit sich bringt. Viele Gebäude der historischen Stadt sind nicht ausreichend natürlich belichtet und somit nicht dem heutigen Wohnstandard entsprechend.

Für die Aufgabe wurden die Gebiete südlich der Porta Romana und südlich der Porta Tufi betrachtet. Zur genaueren Betrachtung wurde ein topografisches 3D Modell für das Areal erstellt. Mit Hilfe eines grafischen Algorithmeneditors wurden sowohl die Topographie als auch städtebauliche Strukturen anhand generativer Algorithmen untersucht. Das Gebiet südlich der Porta Romana stellte sich im Laufe der Analyse als geeignet heraus. Für den städtebaulichen Entwurf wurde die Topographie in jeweils drei Meter hohe Schichten eingeteilt. Dadurch konnte die richtige Lage der drei meanderförmigen Wohnriegel festgelegt werden. Die Gebäude sind terrassenartig und dicht zusammen dem Verlauf der Höhenlinien angeordnet.

Die Mitte der oberen Riegel bildet einen Quartiersplatz aus. Über einen halbprivaten Innenhof werden die einzelnen Wohnungen erschlossen. Die Wohnungen können durch die geringen tiefe beidseitig belichtet werden. In den weniger belichteten Untergeschosse befinden sich Parkgaragen für die Anwohner. Die Riegel schließen an die Bestandsgebäude der Via Cassia an und bilden jeweils einen Platz aus. Die turmartigen Aufsätze können als Hommage der Reste der Geschlechtertürme Sienas gesehen werden. Der Entwurf zeigt einen Lösungsansatz für hochwertigen Wohnungsbau trotz Anlehnung an die historische Bebauung der Stadt Siena.

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