Projekt: Abgabemodell Februar 2012

Abgabemodell Februar 2012

Projekt: Projekt: Abgabemodell Vogelperspektive

Abgabemodell Vogelperspektive

Projekt: Abgabemodell Innenraum

Abgabemodell Innenraum

Projekt: Abgabemodell
Innenraum

Abgabemodell Innenraum

Projekt: Lageplan

Lageplan

Projekt: Grundriss EG

Grundriss EG

Projekt: Grundriss 1.OG

Grundriss 1.OG

Projekt: Grundriss 2.OG

Grundriss 2.OG

Projekt: Grundriss 3.OG

Grundriss 3.OG

Projekt: Ansicht Süd

Ansicht Süd

Projekt: Ansicht Nord/Ost

Ansicht Nord/Ost

Projekt: Schnitt

Schnitt

Projekt: Fassadenschnitt mit Teilansicht

Fassadenschnitt mit Teilansicht

Projekt: Detail Gründung + Eingangssituation

Detail Gründung + Eingangssituation

Projekt: Detail Dach + Ebenen

Detail Dach + Ebenen

Projekt: Detail Dach + Ebenen
weiß auf schwarz

Detail Dach + Ebenen weiß auf schwarz

Tour del' Art - Künstleratelier

Franz Arlart

Der Künstler Platino lebt mit seinen beiden Kindern und der Künstlerin Melanie Lachieze-Rey, seiner Frau, in Stuttgart. Die Sommermonate verbringt die Familie in Frankreich auf dem Land, für diese Zeit wünschte der Künstler ein großzügiges Atelier. Er möchte sich zurückziehen und konzentriert der Arbeit widmen können. Ruhe für Ohr und Auge sowie eine gedämpfte Durchlichtung des Raumes mit den je nach Himmelsrichtungen unterschiedlichen Farben des Tageslichtes sind ihm ebenso wichtig wie die Gegenwärtigkeit des Außen im Rauminneren. Für seine Arbeitsweise (großflächige Wandbemalungen) benötigt er vor allem großzügige möglichst von Öffnungen freie Wandflächen. Zu diesen bringt er kräftige Farben und Formen in proportionalen und energiegeladenen Austausch. Durch die Gestaltung eines Turmes mit dreieckiger Grundfläche in zweischaliger Ziegelbauweise in Sichtklinker sollen diese Ziele erfüllt werden.

ENTWURFSGEDANKE
Tour del’ Art - Atelier für Platino. Die exponierte Hanglage des Baugrundstückes bei Marseille in Frankreich gab den Anlass einen Turmbau über dreieckigem Grundriss zu entwickeln. Nicht zuletzt die Tatsache, dass der Stuttgarter Künstler möglichst große und geschlossene Wandflächen für seine Arbeiten benötigt, unterstützte diesen ersten Gedanken. Durch die strikte Durchführung der ausformulierten Dreiecksform - auch im Inneren entsteht mit Hilfe von Rücksprüngen der Ebenen nach oben hin ein spannendes Raumgefüge, welches diverse Blickbeziehungen zulässt. In Verbindung mit gezielt gesetzten Fensteröffnungen, ein großen Panoramafenster zum Tal, mehrere kleine „Lichtschiesscharten“ und ein Oberlicht über dem Teppenauge kann eine komplexe und tageszeitabhängige Lichtstimmung, die als Grundlage für Platinos Werke gilt, geschaffen werden.

KONSTRUKTION
Als Hauptkonstruktion dient ein zweischaliges Sichtmauerwerk aus braun/rotem Klinker mit hinterlüfteter Dämmebene. Sämtliche Einbauten wie Treppen, Ebenen und Türen sind in unbehandelt gehobeltem Ahornvollholz vorgesehen. Durch Schattenfugen der einzelnen Geschossdecken bzw. -böden zum Mauerwerk soll bewusst eine Trennungen zwischen der massiven Außenwand und den Einbauten geschaffen werden. Von außen vorgesetzte Klinkersteine gewährleisten, dass die Ansichtsbreite der Fensterrahmen auf ein Minimum reduziert werden kann. So dominiert gestalterisch die Gebäudehülle aus Sichtbackstein

MATERIAL
Als zentrales Gestaltungsmaterial dient Klinkermauerstein aus regionalen Ziegelbrennereien. Nicht nur bauphysikalisch zeigt die Backsteinkonstruktion durch eine hohe Rohdichte und folglich relativ großer Wärmespeicherkapazität extremen Vorteil in mediterranen Klimazonen, auch gestalterisch fügt sich das Gebäude als formales Objekt in die ebenfalls in Sichtklinker gebaute nähere Umgebung natürlich ein. Durch das mit roten Dachpfannen eingedeckte Pultdach soll bewusst in Zusammenhang mit der Fassadengestaltung ein von Außen durch die Materialhaptik bestimmend einheitlicher Anblick entstehen. Verstärkt wird dies zudem über die Gestaltung der Eingangssituation. Die Anbringung eines filigranen Metallrostes dient als „Verbindungssteg“ zu dem in sich stimmigen Erscheinungsbild der Materialität. Dem entgegen steht das „weiche“ Innenleben des Ateliers aus Ahornholz. Folglich sollte ein Turm der Kunst geschaffen werden, der sich durch seine Formgebung, Ausrichtung, räumliche Gestaltung und seinen Umgang mit der Materialität auszeichnet.

Alle Zeichnungen wurden mit Bleistift auf Zeichenkarton-Pläne Din A1 angefertigt.

Ludwig Bauer
2015-11-26 11:54:22

Super Projekt mit schönem Raumgefühl!
Ludwig Bauer
2014-12-18 08:52:04

Super Projekt mit spannendem Innenraum!
Lucia v. Warenberg
2015-11-26 11:54:22

Einfache archaisch anmutende Gebäudeform, die allerdings gerade durch die Reduziertheit und klare Detailausbildung eine unglaubliche Stärke zeigt.

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