Projekt:

© Studio Raumkunst, Tilman Hodecker

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Una torre per la Citta`

Studio Raumkunst

Der Platz Una torre per la Citta ́- Milano Tilman Hodecker Die Piazza Sant Agostini liegt im Süd-Westlichen Bereich der Stadt Mailand und grenzt an die ehemalige spanische Befestigungsanlage, welche nun durch die Viale Pampiniano im Stadtraum markiert wird.

 

Der durch die Stadterweiterung entstehende Platz übernahm ehemals die Funktion eines Marcello Publico, einem öffentlichen Schlachtplatzes. In der Gegenwart wurde er zu einem Marktplatz entwickelt, der an zwei Wochentagen stattfindet. In der restlichen Zeit wird der Platz als temporärer Parkplatz genutzt und dient somit den Anwohnern und Besuchern. Im städtebaulichen Raum wirkt der Platz auf Grund der angrenzenden Straßen und der damit verbunden Teilung nur bedingt gefasst. Vor allem das Reststück, welches am Eckpunkt einer Blockbebauung liegt verliert an Bedeutung und bedarf einer angemessenen Widmung. Um den Platz räumlich stärker zu fassen, ist es notwendig einen Stadtbaustein zu entwickeln der die bestehende Bebauung ergänzt und die vorhandene Lücke schließt. Gleichzeitig ist es notwendig den Ort und seine Struktur zu analysieren und auf ihn zu reagieren. Bestehende Infrastrukturen und Gebäudetypologien müssen somit in den Entwurf aufgenommen und gegebenenfalls ergänzt werden. Vorhandenes und Neues. Die vorhandene Bebauungsstruktur ist überwiegend durch eine einheitlich neungeschossige Blockstruktur geprägt, welche zu einem homogen erscheinenden Straßenraum führt.

Unterstützt wird dieses Eindruck durch die klare Fassadengliederung und eine durchlaufende Sockelzone. Der wesentliche Grundgedanke des Entwurfes besteht darin, die vorhandenen architektonischen Elemente aufzugreifen und gleichzeitig dem Ort, mit einem deutlich hervortretenden Turm einen neuen Charakterzuverleihen.

Dabei entwickelt sich der Turm stufenweise aus der Blockstruktur heraus und bildet am Ende der Piazza Sant Agostini eine neuen städtebaulichen Hochpunkt. Symbiose Das Gebäude entspricht einer Symbiose aus Block und Turm. Diese Verbindung ermöglicht eine Eingliederung in die vorhandene Struktur und schafft einen Zusammenhang dieser unterschiedlichen Typologien. Die Abstufung des Baukörpers sorgt dabei für eine zusammenhängende Struktur ohne das der Baukörper auseinander fällt. Wohnen im Turm Der Turm obliegt in erster Linie der Funktion des städtischen Wohnens. Dabei werden verschieden Wohnungstypologien im Gebäude verteilt. In dem "Bereich" des Blockes soll es neben Gemeinschaftlichen Wohnungstypen, ausgelegt für zwei Personen, auch 1-Personen Apartments geben, die vorwiegend von Studenten oder Wochenendpendlern gemietet werden. Diese könnten aufgrund ihrer Ausstattung auch als kleine Mietbüros genutzt werden.

Im mittleren Bereich des Turmes befinden sich vorwiegend klassische 2- Zimmer Wohnungen. Der schmale Grundriss erfordert dabei eine offene Grundrissstruktur, welche die Küche, das Wohnzimmer und das Esszimmer zu einem Raum verbinden. Dies ermöglicht ein gleichmäßige Belichtung je nach Tageszeit. Der aufstrebende Turm beinhaltet mit den Maisonetten den größten Wohnungstyp. Die Zweigeschossigkeit wird dabei durch einen Luftraum überhalb der Küche erfahrbar gemacht und ermöglicht somit einen Übergang der verschiedenen Aufenthaltsräume. Bodentiefe Fenster versorgen die Räume dabei mit genügend Licht. Gemeinschaft Das Wohnhochhaus beinhaltet verschiedene Wohnungstypen und somit auch unterschiedliche soziale Strukturen. Um einen Austausch zu ermöglichen dienen die für alle zugänglichen Dachterassen und die davor liegenden Räume der gemeinschaftlichen Nutzung der Bewohner. Sie sollen als Treffpunkt für Feiern, Versammlungen oder der Betreuung von Kindern genutzt werden.

Die Terrassen verfügen dabei über eine besondere Qualität des geschützten Außenraums und schaffen einen Sockel Das Sockelgeschoss als Verbindung zum städtischen Raum verfügt über verschiedene Funktionen, welche sich der Wohntypologie zuordnen. So gibt es neben einem Cafe Geschäfte, welche dem Alltag von Nutzen sind und möglichst häufig von den Bewohnern und Anwohnern aufgesucht werden. Ziegel Umgeben von einer zurückhaltenden, strukturfreien Bebauung, die vorwiegend mit Lochfassaden und einfachen Materialen ausgestattet ist muss der Turm, als ein im Stadtraum klar hervortretendes Element besonders markant sein. Dabei entwickelte sich schon früh der Gedanke eines roten Ziegelbaus welcher sich auf einem soliden Sockel stehend nach oben entwickelt.

Der Ziegel,welcher in Mailand vorallem durch Giovanni Muzioin eine besondere Bedeutung erhielt, schafft dabei als kleinstes Bauelement die Grundlage für die Ordnung und Struktur des Gebäudes. Das Hervortreten der Pfeiler lässt die innere Struktur des Gebäudes nach außen treten und gliedert somit die Fassaden. Um den Blockbereich auch im Fassadenbild hervorzuheben werden die Vertikalen durch horizontalverlaufenden Vorsprüngen ergänzt. Im Zusammenspiel mit den sparsamen Öffnungsgrößen und der gemauerten Brüstung entsteht der gewünschte "blockartige" Charakter.Um das Sockelgeschoss hervorzuheben und einen soliden Charakter zu verliehe, werden die Pfeiler deutlich stärker ausgebildet und die Bögen ebenfalls mit Rücksprüngen betont.

Der solide Charakter des Blockes wird zum Turm nach oben in zwei Stufen zurückgenommen. Somit erhält der Turm ein nach oben lichter werdendes Erscheinungsbild, welches im letztes Geschoss durch die freistehenden Pfeiler seinen Abschluss erhält. Farbe Der Turm erhält durch den roten Ziegel ein einheitliches Erscheinungsbild, welches durch einzelne in grün gehaltene Elemente ergänzt wird. Im Sockelgeschoss heben grün glasierte Ziegelsteine die Öffnungen und vor allem die Eingangssituationen hervor. So zieht sich der grüne Stein in die Eingangshallen und den Zugang zur Ubahn-Station hinein und schafft somit eine farbliche Schwelle vom Straßenraum ins Gebäude. Je nach Lichteinfall erhält der Stein ein anderen Grünton und schafft somit ein wechselndes Erscheinungsbild. Ein weiteres grünes Element stellen die Markisoletten und Brüstunggeländer da.

Sie unterstreichen den Wohncharakter des Gebäudes und schaffen gleichzeitig eine Varianz in der sonst klar strukturierten Fassaden.

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