Projekt: Siedlung an Randstraße angegliedert

Siedlung an Randstraße angegliedert

Projekt: Erschließungsfinger mit Vorzonen und halböffentlicher Bereich

Erschließungsfinger mit Vorzonen und halböffentlicher Bereich

Projekt: Siedlungsdurchwegung über den Weinberg

Siedlungsdurchwegung über den Weinberg

Projekt: Privater Aussenbereich , Übergang/Auslaufen in den Weinberg

Privater Aussenbereich , Übergang/Auslaufen in den Weinberg

Projekt: Koch Ess udn Wohnbereich Erdgeschoss

Koch Ess udn Wohnbereich Erdgeschoss

Projekt: Arbeits und Schlafbereich mit Privatem Aussenbereich

Arbeits und Schlafbereich mit Privatem Aussenbereich

Projekt: Umgebungsmodell 1:1000

Umgebungsmodell 1:1000

Projekt: Projekt: Situationsplan, nordöstliche Randbebauung

Situationsplan, nordöstliche Randbebauung

Projekt: Konzept Erschließung + Vorzonen + Bebauung + Weinberg

Konzept Erschließung + Vorzonen + Bebauung + Weinberg

Projekt: Siedlungsausschnitt Erdgeschoss

Siedlungsausschnitt Erdgeschoss

Projekt: Siedlungsausschnitt Obergeschoss

Siedlungsausschnitt Obergeschoss

Projekt: Haustypen Schematisch OG EG UG
Typenisometrien+
Bewohnerstrukturen

Haustypen Schematisch OG EG UG Typenisometrien+ Bewohnerstrukturen

Projekt: Eingeschossiger Haustyp A + B M 1:50

Eingeschossiger Haustyp A + B M 1:50

Projekt: Grundriss + Schnitt -Zweigeschossiger Haustyp A 
M 1:50

Grundriss + Schnitt -Zweigeschossiger Haustyp A M 1:50

Projekt: Grundriss + Ansicht -Zweigeschossiger Haustyp B
M 1:50

Grundriss + Ansicht -Zweigeschossiger Haustyp B M 1:50

Projekt:

village texture

Alexander Utecht

Mit einer Dorferweiterung von jeweils rund 60 bis 65 Wohneinheiten an unterschiedlichen Standorten sollen Gegenstrategien zur Zersiedelung dörflicher Strukturen untersucht werden - zum einen der Typus des Hofhauses in seinem Potential der Verdichtung und der Eingliederung in ein übergeordnetes Ensemble, zum anderen der Hof als Gegenkonzept zum Flächenanspruch des Gartens des gängigen freistehenden Einfamilienhaus-Typus. Die Entwurfsaufgabe widmet sich damit einer zeitgemässen Einfügung bzw. adäquaten Erweiterung bestehender Dorfstrukturen im Burgenland. Gegenstand der Entwurfsaufgabe soll es aber auch sein, die ökologischen wie ökonomischen Gesichtspunkte innovativer Gebäude- und Siedlungstypologien in Hinblick auf nachhaltige Energienutzung zu untersuchen, die durchaus einer lokalen Bautradition entsprechen und diese damit auch sinngemäss in der Gegenwart fortsetzen. Der für die lokale Baugeschichte prägende Werkstoff Ziegel - sowohl Mauerziegel als auch Dachziegel - soll in der Entwurfsplanung als Bestandteil berücksichtigt werden. Der Verband Österreichischer Ziegelwerke, Tondach Gleinstätten und Wienerberger unterstützen die Entwurfsaufgabe als Kooperationspartner und beabsichtigen in Folge eines der StudentInnenprojekte als Bau zu realisieren

Städtebauliches Konzept Konzeptuell beschäftigt sich der Entwurf stark mit den rückwärtigen Weinbergen in Donnerskirchen. In der Konzeptgrafik sind die vier wichtigsten Charakteristiken der Siedlung zu erkennen. Zum Einen die Erschließungsstränge, welche sich von der nordöstlichen Randstraße entlang der Scheunenreihe in den Weinberg ziehen, zum Anderen die Vorzonen, die sich einerseits großflächig, als eine Art neuer Anger, zwischen Bestand und neue Bebauung äußern und andererseits als großzügige Flächen zum befahrbaren Weg vor die Erschließungsseite der einzelnen Wohnhäuser setzen. Hierbei ist zu erwähnen, dass Vorzonen und Erschließung eine einheitliche Fläche bilden. Als wichtigstes Element, sozusagen Hauptelement, gilt die Bebauung die durch eine enge Setzung der einzelnen Baukörper im Städtebau ein mäandrierendes Band zwischen öffentlichem Raum und privatem Außenbereich bzw. dem Weinberg schafft. Der Weinberg, sprich die Landschaft, gilt in diesem Falle als auslaufendes Element des ganzen Systems. Städtebauliche Entwicklung Sowohl die topographische, als auch die städtebauliche Entwicklung der Siedlung ist durch das System fest vorgegeben. Das Wohnhausensemble setzt sich als Pendant zur bestehenden Scheunenreihe und schweift durch die Stichstraßen immer wieder in den Weinberg aus. Donnerskirchen hat ca. 1750 Einwohner. Durch eine vollkommende Erweiterung am nordöstlichen und südwestlichen Ortsrand wäre es möglich die Bevölkerung um ungefähr 1/4 zu erhöhen, dem zufolge wäre der Zuwachs die nächsten Jahrzehnte weitestgehend gedeckt. Das quadratische, immer konstant bleibende Grundstück jedes einzelnen Wohnhauses schafft eine strenge städtebauliche Figur, die im Bezug auf die Erschließung und in ihrer Ausrichtung drei Haustypen in eingeschossiger und punktuell zweigeschossiger Form zur Konsequenz hat. Die Siedlung impliziert am nordöstlichen Rand 63 Wohneinheiten, ein Siedlungszentrum und ist in diesem Maß nicht erweiterbar. Die Querdurchwegungen innerhalb der Siedlung ermöglichen eine Vielzahl von Bauabschnitten, in denen immer mindestens 5-6 Wohneinheiten gleichzeitig errichtet werden. Das Siedlungsquartier Das Quartier setzt sich als ein Ganzes in den Weinberg. Jedoch werden innerhalb des Systems einzelne Siedlungsbereiche sichtbar. Im Gegensatz zu den mittleren Siedlungststrängen, fassen die auslaufenden Enden des Mäanders keinen Raum,sondern setzen sich lediglich an eine beruhigte Randstraße, welche zum eine durch Grünzonen und zum anderen über die Vorzonen genügend Distanz zum Bestand schaffen. Über eine anfangs leicht verengte Zufahrt fächert sich in den mittleren Siedlungssträngen eine Art Platz auf, der durch eine gezielte Materialwahl, mit Erschließung und Vorzone, zu einer Einheit verschmilzt und ein kommunikativer Ort für die Siedlungsbewohner wird. Ausschließlich die Garageneinfahrt und der Hauseingang zeigen sich nach außen zur Erschließungszone. Eine Querdurchwegung löst die sonst so geschlossene Struktur und schafft so einen Bezug zu dem dahinter befindlichen Weinberg. Die privaten Hofsituationen der Wohnhäuser öffnen sich zum Weinberg und sind somit von außen nicht ersichtbar. Begrenzende Hofmauern können vom Bauherren, dem Eigenbedarf entsprechend, weitestgehend geschlossen oder sehr offen in Richtung Landschaft gestaltet werden. Grundrisstypologien Die Siedlung Besteht aus drei verschiedenen Typen, die sich in den meisten Fällen als eingeschossige Flachbauten mit Hof präsentieren. Nur punktuell bauen sich die Typen A, B oder C durch ein orientiertes Obergeschoss auf und schaffen somit zusätzliche Räumlichkeiten, um verschiedenste Bewohnerstrukturen zuzulassen. Eingeschossige Bauten orientieren sich an den Traufhöhen der Bestandbebauung. Die einzelnen doppelgeschossigen Gebäude bringen Abwechselung in das städtebauliche Bild und ermöglichen eine höhere Bewohnerzahl. Die von der Grundstücksfläche gleichgroßen Haustypen charakterisieren sich zum einen durch ihre Lage im Städtebau, folglich durch die Ausrichtung des Innenhofes und die Position der Garage im Haus und zum anderen durch das Ausmaß der bebauten Grundstücksfläche. Bei den eingeschoddigen Bauten kann die 18,5m x18,5 m große Grundfläche mit einer maximalen Wohnfläche von 110qm, zum Beispiel beim Winkelbau, ausgebaut werden. Im etwaigen Obergeschoss ist neben einem weiteren geschlossenen Außen-/Terrassenbereich, eine Wohnfläche von ca. 80 qm möglich. An den Scheitelpunkten des Mäanders sind ein- bis zweigeschossige Ferienhäuser vorgesehen Materialisierung Jegliche Erschließungsflächen in der Siedlung werden aus einer Wassergebunden Decke hergestellt. Um Erschließung und Vorzonen als einheitliche Fläche erscheinen zu lassen, wurden die Vorzonen zu den Wohnhäusern mit einem Feinkiesbett ausgelegt. Die Zuwegungen zu Eingängen und Garagen wurden zusätzlich seitlich mit einem immergrünen Heckengewächs begrenzt. In Anlehnung an die weiß gekalkten Fassaden der Bestandsbebauung zeigt sich die neue Architektur nach Außen und im Innenhof durch eine Fassade aus weiß geschlämmtem Mauerwerk. Aus der Ferne wirkt das Weiß abstrakt, beim Näherkommen löst es sich in ein feines Schattenspiel auf. Ein Ringofengebrannter Vormauerziegel, im wilden Verband gemauert, gibt der Siedlung eine der Dorfstruktur entsprechende Haptik. Im Innenraum dominieren neben den grob verputzten weißen Innenwänden, die großflächigen verdielten Holzböden, Treppenaufgänge und die Fensterlemente aus gebürstetem Eichenholz. Eingangsplattform, Attika und die Begrenzungsmauern im Innenhof werden in einem sandgestrahlten, hellen Sichtbeton eingesetzt. Eine gezielte, reduzierte BeIsometrie Prototypen Typ A,B,C (ein- und doppelgeschossig) grünung lässt die Siedlung als eine Einheit wirken. Grundrissprinzip Die Fassade aller Wohngebäude wird in einer fast das Grundstück komplett umschließenden Mauer fortgeführt, wodurch äußerlich nicht zu erkennen ist, wie viel Grundstücksfläche bebaut ist. Die eingesetzten Materialien sind zeitlos und altern würdevoll und dient als Vermittler zu der bestehenden Bebauung. Alle Haustypen verfolgen das gleiche Raumprinzip und sind in einem frei gespielten, umfließenden Grundriss entworfen, um dem Bewohner höchste Flexibilität zu gewährleisten. In den eingeschossigen Typen gibt es neben den offen gestalteteten Wohn- und Essbereichen jeweils 2 Zimmer, die entweder als Schlaf oder Arbeitszimmer genutzt werden können. In den doppelgeschossigen Typen werden zusätzlich 2 Zimmer mit einem dazuge- hörigen Außenbereich angeboten. Abstell- und Haustechnikräume werden in allen Haustypen in ein dafür vorgesehenes Untergeschoss gelegt. Die Innenhoffassaden werden im Erdgeschoss durch eine Pfostenriegelfassade großflächig verglast, um das natürliche Licht vollkommen auszunutzen. Schiebeelement erlauben so einen fließenden Übergang zwischen Innen und Außen und schaffen einen starken Bezug zum Weinberg. Stellplätze für Fahrzeuge sind im Haus und Hof mit eingebunden. Konstruktion Für die tragende Primärkonstruktion werden gefüllte Hochlochwärmedämmziegel verwendet. Bewehrter Beton kommt sowohl in den Untergeschossen und Decke, als auch als tragender Kern für das geschlämmte Mauerwerk in der umlaufenden Außenmauer zum Einsatz. Statisch liegt die Decke einerseits auf einem Ringanker und andererseits auf den eingestellten Sanitär- und Küchenboxen auf. Der Überzug wird über Stahlbetonstützen in der Ziegelwand abgetragen und zusätzlich durch eine Vollstahlstütze im Wohn-/Essbereich stabilisiert. Vor das Ziegelmauerwerk werden ringofengebrannte Ziegel als Vorsatzschale versetzt gemauert. Die Steine sind im wilden Verband vermauert, mit einer dünnen weißen Kalkputzschicht getüncht und zeigen somit eine lebendige Oberfläche. Das darunter liegende Muster des Verbandes bleibt klar erkennbar und zeichnet sich in der Fassade ab. Im Bereich der Attika kommt ein sandgestrahltes Betonfertigteil zum Einsatz, welches sich nur durch die hinterlüftungsfuge vom restlichen Fassadenbild absetzt. Die Eingangstüren und Garagentore wurden reduziert mit Holzlamellen gestaltet. Außenliegender und ein im Wohn-/Essbereich befindliches Vordach gewähren den Schutz bei zu tiefem Sonneneinfall.

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