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Vis à Vis

Jamme Loebner

Vis à Vis . Einheitlich - Heterogen Durch den Austausch von Galerie und Ateliers garantieren wir, dass die Potsdamer Kulturlandschaft immer zeitgenössisch verarbeitet wird - die entstehende Kunst immer eine aktuelle Reaktion auf die Umgebung ist.

VIS À VIS.

Pfaueninsel, Mamorpalais und die Sacrower Heilandskirche sind nur einige der zahlreichen über Sichtachsen miteinander verbundenen Bauten preußischer Kurfürsten, die die Potsdamer Havellandschaft prägen. Die Entwurfsaufgabe ist es, eine Pendant-Architektur von zwei Gebäuden in diesen historischen Kontext einzubetten. Die beiden Baukörper sollen eine Eigenständigkeit aufweisen und gleichzeitig, in Bezug auf Inhalt und architektonische Form, eine Beziehung zueinander aufbauen.

 

KONZEPT.

Unser Entwurf sieht vor, das Produzieren und das Ausstellen von Kunst zu verbinden: Auf der einen Seite der Havel befinden sich Künstlerateliers, auf der anderen Seite eine kleine Galerie. Künstler mieten sich für einen bestimmten Zeitraum in die Ateliers ein, lassen den Ort auf sich wirken und produzieren. Im Anschluss stellen sie ihre Kunst im gegenüberliegenden Museum aus, während die nachfolgenden Künstler in die Studios ziehen. Durch den Austausch der beiden Funktionen garantieren wir, dass die Kulturlandschaft immer zeitgenössisch verarbeitet wird, die entstehende Kunst immer eine aktuelle Reaktion auf die Umgebung ist.

 

STANDORT.

Die Studios liegen auf dem weniger touristischen nördlichen Ufer der Havel am östlichen Ausgang des Schlossparks Sacrow. Vom Park aus blickend sitzen die Ateliers eingebettet an der Uferkante, um nicht zu sehr mit der historischen Umgebung zu konkurrieren. Zum Wasser hin zeigt sich der Sockel: der Baukörper wirkt eigenständiger gegenüber der Umgebung und das Vis à Vis zur Galerie wird gestärkt. Das Museum befindet sich auf der südlichen Seite der Havel - zwischen der Glienicker Brücke und der Moorlake. Es liegt dem Atelier genau gegenüber, durch die orthogonal zueinander verlaufenden Uferkanten, ragt die Galerie jedoch vom Land aus ins Wasser hinein. Über die kurze Seite am Moorlakenweg gelangt man in das Gebäude.

 

ARCHITEKTUR.

Die Gestaltung der Baukörper ist reduziert, aus dem Konzept heraus entwickelt, um eine dauerhafte zeitlose Qualität der Gebäude zu erzielen. Studios und Galerie setzen sich jeweils aus einzelnen Kuben zusammen - die innere Struktur der Gebäude ist von außen ablesbar. Die 5 Studios bestehen aus einem Wohnkubus und einem Atelierkubus, die über einen schmalen Hof miteinander verbunden sind. Wohnen, Hof und Atelier beschreiben einen schmalen Riegel, der sich klar Richtung Wasser orientiert und den Fokus auf die Landschaft setzt - ein großes Fenster am Ende des Ateliers bietet einen weiten, ungefilterten Blick hinaus. Durchgänge in Querrichtung zwischen den Höfen bieten einen Austausch der Künstler untereinander an. Eine schmale Schneise aus Stahl nimmt sämtliche Nebenräume auf und betont die Ausrichtung des Riegels - die Öffnungsflügel in den Atelierräumen bilden den Abschluss der Schneise.

Das Atelier wird über ein nach Norden ausgerichtetes Shed-Dach belichtet - das direkte Sonnenlicht durch das Fenster nach Süden kann über einen Sonnenschutz gefiltert werden. Die Studiokuben sind einheitlich und ordnen sich liniear entlang der Wasserkante an - jeder Künstler hat die selben Vorraussetzungen. In der Galerie stehen sich Ausstellungsraum und Natur gegenüber. Die Flurzone in der Mitte dient als Vermittler - von ihr aus gelangt man in die geschlossenen Ausstellungsräume und hat Ausblicke in die Natur. Die Anordnung der Kuben variiert, sodass sich unterschiedliche räumliche Situationen & Lichtstimmungen und Blicke ergeben. Durch die Öffnungen aus der Flurzone werden verschiedene Seiten der Natur (Baum, Schilf, Panorama) inszeniert und dadurch Teil der Exponate.

Die Galerie ragt vom Land hinein ins Wasser und verschmilzt so stärker mit der direkten Umgebung. Vom Moorlakenweg gelangt man erst in einen Innenhof und ein kleines Foyer, bevor man das eigentliche Museum betritt. Die Ausstellungsräume werden über Einschnitte im Dach belichtet, sodass einzelne Wände als Ausstellungsflächen hervorgehoben werden. Der Backsteinverband auf dem Boden wechselt - es gibt eine Trennung zwischen richtungsweisendem Verband der Bewegungsflächen und unausgerichtetem Verband der Ausstellungsräume.

 

MATERIAL/KONSTRUKTION.

Sockel, Böden und Wände bestehen aus rötlich, grauen Wasserstrichziegeln. Die Wände sind als zweischaliges Mauerwerk konstruiert, was es uns ermöglicht, Außen- und Innenwand unterschiedlich zu behandeln. Die Vorhangschicht ist im Läuferverband konstruiert, die tragenden Innenwände im Kreuzverband. Die Außenwände besitzen ein helles Fugenbild, um der Massivität der Kuben eine feinteilige Gliederung der Fassade entgegenzusetzen. Die Innenwände sind als fugenloses Mauerwerk gedacht. Sie sollen eine flächige, homogene Materialschicht bilden und den Fokus auf die Kunst setzen. Die Wände werden von kräftigen Stahlrahmen durchbrochen, um Ausblicke zu generieren. Der scharfkantige, schwarze Stahl steht im Kontrast zu den Ziegeln und stärkt den industriellen Charakter von Atelier und Gallerie.

Auch die Laibungen der Durchgänge zu den Ausstellungsräumen im Museum werden mit dünnen Stahlblechen verkleidet. Es entsteht eine Art Schwelle zwischen Flur und Kunst, die das Durchschreiten bewusster machen soll. Alle Fenster sitzen außenbündig, um den kubischen Charakter der Gebäude zu verstärken. Die Decken und Belichtungszonen bestehen aus hellem Sichtbeton und wirken wie ein leichter Deckel, der auf den Backsteinwänden sitzt. Die Belichtungszone der Galerie beschreibt zwei Betonplatten auf unterschiedlichen Niveaus, die über eine diffuse Milchglasscheibe miteinander verbunden sind. Hinter dem Lichtband befindet sich ein Reflektor, der das Sonnenlicht im richtigen Winkel auf die Ausstellungswand werfen soll.

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