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Private Hauszugänge über gemeinschaftlich genutzte Erschließungshöfe © Simon Moosbrugger

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Modell Gebäudetyp 5 mit angrenzender Bebauung bzw. umgebenden Umland (ohne Dach) © Simon Moosbrugger

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Panoramaaufnahme am Grundstück © Simon Moosbrugger

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Städtebauliches Gesamtmodell © Simon Moosbrugger

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Herzstück aller Gebäudetypen: der private Innenhof, um den sich stets die unterschiedlichen Typen entwickeln © Simon Moosbrugger

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Bildunterschrift: Modell Gebäudetyp 5 mit angrenzender Bebauung bzw. umgebenden Umland (mit Dach) © Simon Moosbrugger

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Grundrisse Typ 1, 2 & 3 © Simon Moosbrugger

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Grundrisse Typ 4 & 5 © Simon Moosbrugger

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Gesamtsituation mit Bestand und Freifläche © Simon Moosbrugger

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Ausschnitt einer Ansicht aus der Gesamtsituation © Simon Moosbrugger

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Neue Dorftextur entlang des historischen Bestandes © Simon Moosbrugger

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Innenhof mit Wohnraum und angrenzender Parksituation © Simon Moosbrugger

Weiterentwicklung historischer dörflicher Strukturen

MO-NI-KA

Mit einer Dorferweiterung von rund 50 Wohneinheiten sollen Gegenstrategien zur Zersiedelung historischer dörflicher Strukturen im Burgenland untersucht werden. Der Typus des Hofhauses dient mit seinem Potential zur Verdichtung als Gegenkonzept zum Flächenanspruch des freistehenden Einfamilienhaus.

 

Aufgabenstellung

Mit einer Dorferweiterung von rund 50 Wohneinheiten sollen Gegenstrategien zur Zersiedelung dörflicher Strukturen untersucht werden - zum einen der Typus des Hofhauses in seinem Potential zur Verdichtung und der Eingliederung in ein übergeordnetes Ensemble, zum anderen der Hof als Gegenkonzept zum Flächenanspruch des Gartens des gängigen freistehenden Einfamilienhaus-Typus. Das 530 Meter lange Grundstück in Oslip wird durch den historischen Ortskern im Südosten und die Wulka in Nordwesten flankiert. Auffallend tritt die Dreiecksform des Grundstücks in Erscheinung, das sich von der breitesten Stelle im Norden mit knapp 120 Meter bis zum südlichsten Punkt auf etwa 10 Meter zuspitzt. Zurzeit gleicht das zu bebauende Gebiet einer Auenlandschaft die nur teilweise von den Bewohnern genutzt und bewirtschaftet wird.

 

Konzept / Städtebau

Das historische Dorf im Burgendland besteht aus einer Wiederholung gebauter Notwendigkeiten. Diese Notwendigkeiten wiederum sind Gemeinsamkeiten, die in früherer Zeit die Bevölkerung miteinander verband: Schutz, Landwirtschaft etc. Der Dorfkörper besteht somit aus mehr oder weniger gleichen Teilchen und tritt als ein in sich abgeschlossener Komplex in Erscheinung. Da dieser historische Verband nicht beliebig erweitert werden kann, muss eine Bebauungsstrategie gefunden werden, die sich ebenso als Einheit ablesen lässt und gegenüber der starken historischen Struktur bestehen kann. Dazu muss der Städtebau wie früher auf Gemeinsamkeiten basieren um in ihrer Wiederholung diese Präsenz zu entwickeln. Ein hohes Maß an Wohnlichkeit ist eine weitere Voraussetzungen, welche durch Innenhöfe verschiedenster Privatheitsgrade erfüllt wird.

 

Entwurf

Übergeordnetes Ziel des Entwurfs besteht in der Erhaltung der intimen Atmosphäre eines allseitig geschlossenen Innenhofes als bleibende Gemeinsamkeit aller Bewohner. Dieser Innenhof bildet die Grundlage für die Neubebauung in Oslip. Der formale Ausdruck des Neuen drückt sich nach Außen nüchtern als flache ein - bis eineinhalbgeschossige Bebauung ohne Schrägdach dar. Erst beim Betreten der Häuser wird der Bezug zum Ort und zur Geschichte durch den Atriumhof im Wohn -und Essbereich spürbar und erlebbar. Auch das zum Atrium geneigte Schrägdach wird im Innenraum zum zentralen Entwurfselement. Fünf verschiedene Typen sollen unterschiedlichste Anforderungen des alltäglichen Lebens vom Single bis zur Großfamilie abdecken und gleichzeitig eine spannungsvolle städtebauliche Textur erzeugen.

 

Konstruktion und Material

Die formale Einfachheit des Entwurfs soll durch den Einsatz weniger Materialien zusätzlich gestärkt werden. Die Außenmauern der Gebäude bestehen aus im Innenbereich weiß verputzen Hochlochdämmziegel mit einer Außenschale aus Klinker. Mit einer Stärke von insgesamt 52,5 cm kann ohne zusätzliche Wärmedämmung ausgekommen werden. Böden aus Eschendielen sowie die Decke aus Sichtbeton erzeugen im Innenraum eine wohnliche und helle Atmosphäre.

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