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Zum Tod des Architekten und Fritz-Höger-Preis-Gewinners Prof. Andreas Meck

Kompromisslos klar – und schön!

Beeindruckende Raumatmosphäre und der virtuose Umgang mit Licht waren die vielleicht wirkmächtigsten Eigenschaften seiner Architektur: Am 20. August 2019 starb der Münchener Architekt und Fritz-Höger-Preisträger Andreas Meck. Er war einer der wichtigsten Baumeister des Landes und einer der besten. Ein Nachruf.

Was für ein Gebäude voller Schönheit und Klarheit: Mit dem Dominikuszentrum in München schuf Andreas Meck 2008 ein ganz und gar kompromissloses Stück Sakralarchitektur, das in seiner klugen Simplizität ihresgleichen suchte – und bis heute sucht. Es ist dieses eine Bauwerk, das über viele Jahre untrennbar mit seinem Namen verbunden war. Beim Fritz-Höger-Preis 2011 erhielt er dafür vollkommen zu Recht den 1. Preis. Weitere Bauten mit einer ähnlichen Architektursprache folgten und ließen ihren Schöpfer in die Erste Liga der bundesdeutschen Architektenschaft aufsteigen.
 

Münchener aus Überzeugung

1959 in München geboren, blieb er seiner Heimatstadt treu und studierte an der dortigen TU Architektur. Nach einem London-Aufenthalt zog es ihn nach München zurück, wo er 1989 sein eigenes Büro gründete. Seit 1998 unterrichtete Meck als Professor an der Hochschule für angewandte Wissenschaften, seit 2013 war er dort Dekan der Architekturfakultät.

Andreas Meck gehörte zu den besten und gefragtesten Architekten des Landes, zahlreiche Preise zeugen von der großen Wertschätzung für ihn. Seine Ausdrucksvielfalt wurde ebenso geschätzt wie sein Gespür für das passende Material. Und dazu gehörte oft der Backstein. Meck mochte den Baustoff und er setzte ihn virtuos ein.

 

"Meister des Sakralen"

„Meister des Sakralen“ nannte man ihn auch, aber das wird dem universalen Schaffen von Andreas Meck nicht gerecht. Neben seinen Kirchenbauten widmete er sich mit gleicher Leidenschaft auch der Einfamilienhaus-Architektur und öffentlichen Bauprojekten. Zu seinem Werk gehören u. a. die Aussegnungshalle auf dem Friedhof in München-Riem (2000), das Bibliotheks- und Hörsaalgebäude der Bauhaus-Universität in Weimar (2005), das Ehrenmal der Bundeswehr in Berlin (2009), der Neubau der Mensa auf dem TUM Campus in Garching (2018) und sein letztes großes Projekt, das viel gepriesene Kirchenzentrum Poing. Dafür erhielt Meck erst vor wenigen Monaten den BDA-Architekturpreis 2019, die Große Nike.

Wie gerne hätten wir noch weitere seiner Bauwerke gewordenen Ideen gewürdigt. Im August 2019 verstarb Andreas Meck nach kurzer, schwerer Krankheit, viel zu früh mit nur 59 Jahren. Er wird fehlen, als Mensch und als großartiger Baumeister.

Seine Architektur aber bleibt.

Bilder:

Quelle: http://www.backstein.com/de/architekten/news/kompromisslos-klar-–-und-schon-/6_1350.html