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BDA-Tag in Münster

MÜNSTER. „Die Stadt, die ich brauche – die Stadt, die ich liebe“. Das Motto des 13. BDA-Tages am 1. Juli in Münster ist ebenso programmatisch wie sehnsuchtsvoll. Dem Bund Deutscher Architekten BDA geht es um den Mut, die lebenswerte Stadt von morgen zu gestalten.

© Foto: openstreetmap-mitwirkende openstreetmap org  schwarzplan eu

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Wenn der Bund Deutscher Architekten BDA sich zu seinem alljährlichen BDA-Tag trifft, dann prangt stets ein großes Leitthema über dieser Veranstaltung. Beim diesjährigen BDA-Tag vom 30. Juni bis zum 2. Juli in Münster ist es „Die Stadt, die ich brauche – die Stadt, die ich liebe“. Dieser Leitsatz bietet Raum für Kritik und Visionen, für Forderungen und für die Suche nach Lösungen. Denn die Stadt und die Art und Weise, wie wir die Stadt seit dem Zweiten Weltkrieg gestalten, liefert reichlich Stoff für kontroverse Debatten.


Das wird auch in Münster so sein. „Ist der Mut wieder da, die Stadt von morgen zu gestalten?“, fragt der BDA in seiner Einladung. Man will unter anderem darüber diskutieren, ob und wie die derzeit starke Nachfrage an Wohnungen, Schulen und Kindergärten tatsächlich zu einer Stadt führt, die mehr als nur eine reine „Bedarfsdeckung“ leistet. Die vielmehr mit einer ästhetischen Gestalt und mit einem sinnlichen Erleben überzeugen kann. Kurzum: Eine Stadt, in der man gerne lebt.


Garantiert dezidierte Positionen dazu werden der Kultursoziologe Armin Nassehi, die Architekten Peter Haimerl (Studio für Architektur) und Piero Bruno (Bruno Fioretti Marquez), die Münchner Stadtbaurätin Elisabeth Merk und der künstlerische Leiter der Skulptur Projekte Münster, Kasper König, vertreten. Allesamt sehr meinungsfreudige Persönlichkeiten. Gut trifft es sich auch, dass die von König konzipierten Skulptur Projekte 2017 – neben der Documenta in Kassel und der Biennale in Venedig DAS Kunstevent des Jahres – gerade in der westfälischen Stadt stattfinden. Die überall im Stadtraum präsenten Skulpturen stehen daher ebenfalls auf dem Programm des BDA-Tages.


Los geht es am Freitagabend, 30. Juni, mit dem sogenannten Pecha-Kucha-Abend in der Dominikanerkirche, einem spätbarocken Backstein-Sandstein-Gebäude im Stadtzentrum (Architekt: Lambert Friedrich Corfey). Dort haben BDA-Novizen die Gelegenheit, sich jeweils mit einem 6:40-Minuten-Format den versammelten Architekten vorzustellen. Am Samstag, 1. Juli,  findet im Stadttheater (Architekten: Harald Deilmann, Max von Hausen, Ortwin Rave und Werner Ruhnau) der eigentliche BDA-Tag statt. Das auch heute noch futuristisch anmutende Theatergebäude wurde Mitte der Fünfziger Jahre als kühner Entwurf und als „Donnerschlag am Theaterhimmel“ international gefeiert. Abends wird dann der Schweizer Architekt Peter Zumthor im neuen und ebenfalls vielfach gelobten LWL-Museum für Kunst und Kultur (Entwurf: Staab Architekten) mit dem Großen BDA-Preis 2017 ausgezeichnet. Anschließend steigt ebendort im Foyer das BDA-Fest.


Am Sonntag, 2. Juli, werden Architekturspaziergänge zum neuen Philosophikum am Domplatz, zum innerstädtischen Neubauprojekt Stubengasse und zum sich rasant wandelnden Stadthafen sowie diverse Skulptur Projekte-Führungen angeboten.

 

Hier die Links zu den Programmpunkten:

 

https://bda-bund.de/events/13-bdatag-2017-in-muenster/

 

https://bda-bund.de/events/neu-im-club-pecha-kucha-abend-zur-vorstellung-neuberufener-bda-mitglieder/

27 Social Housing | Luis Martínez Santa-Maria | © Roland Halbe | Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises 2014