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Buchvorstellungen

Kirchen geben Raum

„Kirchen als Kirchen nicht mehr nutzen – das hat eine andere Dimension als ungenutzte Industrieanlagen, Windmühlen oder Bauernhöfe. Kirchen sind keine Nutzräume, die leicht ‚umzunutzen‘ wären.“ Mit diesen Worten zu Beginn seines Vorworts trifft Martin Struck, Diözesanbaumeister im Erzbistum Köln, den Kern der Herausforderung, die sich stellt, wenn Kirchengebäude ihre ursprünglich angedachte Bestimmung verlieren. Doch wie lassen sich Kirchen durch neue Nutzungen und bauliche Eingriffe weiterhin in angemessener Weise erhalten und nutzen? „Kirchen geben Raum“ geht dieser Fragestellung nach und stellt in diesem Zusammenhang 16 ausgewählte Projektbeispiele vor.

Bildergalerie: Klicken Sie auf den Titel für ausgewählte Projektbeispiele. Darunter die zur Kindertagesstätte umgenutzte St. Sebastian-Kirche in Münster (Architekten: BOLLES+WILSON).
</br>Foto © StadtBauKultur NRW 2020

Bildergalerie: Klicken Sie auf den Titel für ausgewählte Projektbeispiele. Darunter die zur Kindertagesstätte umgenutzte St. Sebastian-Kirche in Münster (Architekten: BOLLES+WILSON).
Foto © StadtBauKultur NRW 2020

Immer mehr Kirchen in Nordrhein-Westfalen verlieren ihre Nutzung. Oft drohen Leerstand, Verkauf und manchmal sogar der Abriss. Schuld daran sind der allgemeine Rückgang der Bevölkerung und die abnehmende Zahl aktiver Gemeindemitglieder. Darum ist zu erwarten, dass von den rund 6000 Kirchen des Landes bis 2030 schätzungsweise ein Viertel für immer ihre Tore schließen müssen.

 

Für immer? Nein, denn immer häufiger versuchen Gemeindemitglieder, Architekten und Vertreter der betroffenen Kommunen, ihre Kirchen zu erhalten, damit sie auch ohne sakrale Nutzung ihre zentrale Stellung in der Gesellschaft und im Bild der Stadt behalten können. Einige Beispiele belegen bereits, wie Kirchengebäude behutsam umgebaut werden können, um anschließend zum Wohnen, zum Arbeiten oder als öffentliche Einrichtungen genutzt zu werden. Aber das ist nicht immer einfach. Komplexe Besitzverhältnisse, baurechtliche oder denkmalpflegerische Bestimmungen, oder die emotionale Bindung vieler Menschen an ihre Kirche erschweren den Prozess der Neuorientierung. Ganz zu schweigen von der Frage, wie der Umbau und die Bewirtschaftung finanziert werden können.

 

Autor Jörg Beste widmet sich nicht nur architektonischen Aspekten, sondern auch der Frage, wie die Beteiligten und Betroffenen in den Prozess der Neuorientierung mit einbezogen werden können. Die von der Landesinitiative StadtBauKultur NRW 2020 herausgegebene Publikation ist kostenlos verfügbar und richtet sich an betroffene Kommunen, Kirchengemeinden und Amtskirchen sowie an Denkmalpfleger, Architekten, Bürgerinitiativen sowie alle anderen, die sich aktiv mit der Neuorientierung von Kirchengebäuden befassen. Sie kann auf der Website der Landesinitiative bestellt werden und steht dort ebenfalls zum Download zur Verfügung.

 

Jörg Beste
Kirchen geben Raum – Empfehlungen zur Neunutzung von Kirchengebäuden
Herausgeber: Landesinitiative StadtBauKultur NRW 2020
84 Seiten, Format A4
ISBN: 978-3-939745-11-2
Preis: kostenlos

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