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Große Gefühle beim BDA-Tag

MÜNSTER. Als er dann endlich die Medaille in seiner Hand hielt, da sah man ihm die Rührung an. Der große Schweizer Architekt Peter Zumthor ist eigentlich Ehrungen gewohnt, aber der Große BDA-Preis, der ist auch für ihn noch etwas ganz Besonderes. Am Samstagabend bekam er ihn im LWL-Museum in Münster beim BDA-Tag im feierlichen Rahmen überreicht.

Peter Zumthor (l.) freut sich über die Medaille, die ihm BDA-Präsident Heiner Farwick gerade überreicht hat. Foto: Hagel

Peter Zumthor (l.) freut sich über die Medaille, die ihm BDA-Präsident Heiner Farwick gerade überreicht hat. Foto: Hagel

Der Bund Deutscher Architekten BDA hat einen rundum gelungenen BDA-Tag 2017 auf die Beine gestellt. Und mit Münster eine Stadt ausgewählt, die zum diesjährigen Motto „Die Stadt, die ich brauche – die Stadt, die ich liebe“ ganz gut passte. Freitagabends startete man mit dem Pecha-Kucha-Abend, bei dem sich eine ganze Reihe neu berufener BDA-Mitglieder in teils recht kurzweiliger Form vorstellte.

Samstags trafen sich die Architekten dann im Stadttheater Münster zum eigentlichen BDA-Tag. Nach eröffnenden Worten von BDA-Präsident Heiner Farwick, dem Staatssekretär des Bundesbauministeriums, Gunther Adler, und von Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe folgten etliche spannende Vorträge und Debatten zum Leitthema des BDA-Tages. Der Kultursoziologe Prof. Dr. Armin Nassehi, die Architekten Peter Haimerl und Prof. Piero Bruno, Andreas Hofer von „mehr als wohnen“, die Münchner Stadtbaurätin Prof. Dr. Elisabeth Merk und nicht zuletzt der Künstlerische Leiter der Skulptur Projekte Münster, Prof. Kasper König, trugen alle aus ihrer spezifischen Warte  zum Erkenntnisgewinn des Tages bei. Das gilt ebenso für die mit hochkarätigen Experten besetzten Diskussionsrunden, die sich an die jeweiligen Vorträge anschlossen.

Der Höhepunkt des BDA-Tages war aber doch die Preisverleihung an Peter Zumthor. Sein Schweizer Landsmann und Laudator des Abends, der Architekturhistoriker Werner Oechslin, sagte, Zumthor gehöre in die Kategorie der Propheten, er sei mit seiner Persönlichkeit, seiner Standfestigkeit, ja, mit seiner Sturheit der Garant für allerhöchste architektonische Qualität.

Der Geehrte selbst meinte, nachdem BDA-Präsident Heiner Farwick ihm den Preis überreicht hatte, ein wenig augenzwinkernd, dass er immer ein bisschen diesen Vorurteilen ausgesetzt sei: Er sei streng, präzise, kompromisslos. Ihm selbst gehe es aber stets um „einfache Setzungen“ und einen Minimalismus im besten Sinne. Und dann genoss Peter Zumthor den warmen Applaus im voll besetzten Museums-Foyer. Man merkte: Hier wurde einer ausgezeichnet, der die uneingeschränkte Wertschätzung seiner Berufskollegen genießt.

Das alles musste anschließend noch gebührend gefeiert werden. Das BDA-Fest konnte beginnen.

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Bestens gefüllt war das Foyer des LWL-Museums in Münster. Foto: Hagel

27 Social Housing | Luis Martínez Santa-Maria | © Roland Halbe | Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises 2014