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Keil mit Kuben

Über elf Geschosse ragt das ikonische Backstein-Hochhaus „The Wedge“ (Der Keil) im neuen Osloer Stadtteil Barcode in die Höhe. Genutzt wird dieses in mehrfacher Hinsicht außergewöhnliche Bürogebäude von innovativen Firmen und kleinen Start-ups. Vor allem wegen seiner skulpturalen Form erhielt es beim Fritz-Höger-Preis 2017 für Backstein-Architektur eine Special Mention.

Blick auf die Konferenzkuben. A-lab/"The Wedge" © Ivan Brodey

Blick auf die Konferenzkuben. A-lab/"The Wedge" © Ivan Brodey

Scheinbar freischwebende Konferenzräume, zwischen denen sich eine Außentreppe die Fassade emporschlängelt, ein spitz zulaufender Grundriss: Dieser architektonische Keil fällt auf! Eine geradezu bildhauerische Anmutung ist ihm attestiert worden. Keine Frage: In der norwegischen Hauptstadt ist dem Architekturbüro A-lab ein besonderes Stück Architektur gelungen.
 

Konstruktion und freitragende Konferenzboxen
Jede Etage verfügt über Konferenzboxen, die aus der östlichen Fassade herausragen. Mit diesem platzsparenden Kniff gewinnt die Architektur eine ganz besondere Lebendigkeit.
 

Stahlskelett
Getragen wird das Gebäude von einem Stahlskelett, das Sichtmauerwerk  wurde als selbsttragende Schale vorgesetzt. Der rohe Backstein schafft einen beeindruckenden visuellen Kontrast zu den anderen Häusern des Viertels und markiert einen würdigen Abschluss einer langen Reihe an höchst unterschiedlichen Fassaden.

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Oslos neue Wasserfront, ganz rechts "The Wedge". A-lab/"The Wedge" © Ivan Brodey

Luftiges Arbeitsumfeld
Das Hochhaus ist das östlichste der 13 Barcode-Gebäude. Da es auf einem schmalen, keilförmigen Grundstück errichtet wurde, haben seine Büros lediglich eine Breite von fünf bis zehn Metern. Offene Flächen ohne Stützpfeiler geben den Mietern ein hohes Maß an Flexibilität und garantieren allen Mitarbeitern ein lichtdurchflutetes und luftiges Arbeitsumfeld. Bodentiefe Fenster lassen viel Tageslicht in die Räume und eröffnen spektakuläre Aussichten.

 

Hoch oben im Dachgarten wurden hübsche immergrüne Sedum-Stauden gepflanzt. Überhaupt hat A-lab beim gesamten Bauprozess beständige, umweltfreundliche Materialien verwendet. Hauptsächlich kamen Backstein, Stahl und Holz zum Einsatz; beim Material und bei der Verarbeitung achtete das Architekturbüro auf höchste Qualität.


Raum für informelle Kontakte
In den Arbeitsräumen wird jeder Quadratmeter effizient genutzt, das Konzept setzt auf häufige informelle Kontakte. So schafft ein gemeinsamer Aufzug direkten Zugang zu den Empfangs- und Büroflächen. Die Außentreppe eignet sich perfekt für lockere Gespräche an der frischen Luft. Außerdem stellt sie eine weitere Verbindung zwischen den einzelnen Etagen dar und ermöglicht einen zusätzlichen Zugang zu den Gemeinschaftsbereichen in den obersten Stockwerken.


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Im Innneren einer Konferenzbox. A-lab/"The Wedge" © Ivan Brodey

Kuben-Gestaltung
Blickfang des Gebäudes sind ohne Zweifel die auskragenden Konferenzkuben. Für deren gemauerte Außenwände nutzte A-lab Fertigteilstürze. Sie wurden an Stahlkonsolen abgehängt und dienten als Auflager für die weitere Vormauerung. Um gestalterisch ein einheitliches Bild zu bekommen, wurde die sichtbare Deckenverkleidung der Kuben in Form von Backstein-Fertigdecken realisiert.


Restaurant und Dachterrasse
Anziehungspunkte sind das gemeinsame Restaurant und die Lounge im 10. Stock sowie die Dachterrasse im 11. Stock. Der Blick auf Oslo und den Fjord ist von hier oben grandios. Im Untergeschoss befinden sich Duschen, Garderoben, Lagerräume, Fahrradabstellplätze, Parkplätze sowie Ladestationen für Elektroautos – Anreize für umweltfreundliches Pendeln zum Arbeitsplatz sind reichlich gegeben. Das öffentliche Restaurant im Erdgeschoss zieht die Bevölkerung der Umgegend an.


Ausdrucksstarke Architektur
Das Bürogebäude möchte kleinen, innovativen Unternehmen die Möglichkeit geben, sich in Barcode – Oslos neuem angesagten Geschäftsviertel – anzusiedeln. Alle Räumlichkeiten sind maßgeschneidert für Firmen mit 15 bis 35 Mitarbeitern, die alle auf einer Etage arbeiten können. Die ausdrucksstarke Architektur befeuert Innovationen. Dieser architektonische Keil bietet Kreativen ein attraktives Habitat – mit Qualitäten, die dem gängigen Büro- und Gewerbebau oft abgehen.


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Die südliche Außenfassade. A-lab/"The Wedge" © Ivan Brodey

27 Social Housing | Luis Martínez Santa-Maria | © Roland Halbe | Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises 2014