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Nur effizient ist nicht genug

Architektur politisch zu denken, heißt, darüber nachzudenken, was Stadt und Häuser für die Gesellschaft sein können und wie sie zur Lösung unserer Zukunftsfragen beitragen. Deswegen hat der BDA politische Grundpositionen zu Stadt, Land und Architektur bezogen und lädt seine Mitglieder am 16. Juni beim BDA-Tag in Hamburg zu einer Debatte ein.

Wie wir heute bauen, werden wir in den nächsten Dekaden miteinander leben. Doch nicht Qualitäten, sondern die Zahlen bestimmen aktuell, wie die Zukunft in unseren Städten aussehen wird: Getrieben vom Effizienzgedanken verlagert sich die Debatte von der Frage, was und wie sich unsere Gesellschaft künftig konstituiert und welche Räume sie dafür braucht, hin zur Optimierung von Zeit und Kosten. Doch dieses Verständnis wird den mit gesellschaftlicher Wucht gestellten Aufgaben nicht mehr gerecht.


Der BDA fragt zum Auftakt der Diskussion: Welche Erwartungen und Anforderungen haben wir an unsere Städte und Regionen? Mit welchem politischen Auftrag, mit welchem gesellschaftlichen Anspruch kann der Weiterbau unserer Lebensorte in sozialer und globaler Verantwortung konzipiert und realisiert werden?


Der BDA-Tag 2018 debattiert über politische Handlungsfelder und Forderungen und verabschiedet ein Grundsatzpapier, das die Ausrichtung politischer Entscheidungen auf die Qualität unserer Lebenswelt fordert. Architekten sind herzlich eingeladen, ihre Meinung dazu einzubringen und bei der politischen Positionierung des BDA mitzuwirken.



Das Programm

Freitag, 15. Juni

, 20.00 Uhr

neu im club. Pecha-Kucha-Abend
resonanzraum, Bunker St. Pauli, Feldstraße 66 (1. OG), 20359 Hamburg


Samstag, 16. Juni



14. BDA-Tag
, Schmidt Theater, Spielbudenplatz 21-22, 20359 Hamburg


10.30 Uhr

Politische Grundpositionen des BDA
Heiner Farwick, Präsident des BDA, Berlin / Ahaus

Grußwort
Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, Berlin

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin in der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg

Architektur. Eine politische Kraft
Prof. Dr. Claus Leggewie, Politikwissenschaftler, Carl-Ludwig-Börne-Professur der Justus-Liebig-Universität, Gießen

Im Gespräch
Prof. Dr. Vittorio Magnago Lampugnani, Architekturtheoretiker und Architekturhistoriker, Mailand / Zürich
Kai Koch, Vizepräsident des BDA, Berlin / Hannover


12.30 Uhr

Mittagspause


13.30 Uhr

Politische Grundpositionen zu Stadt, Land und Architektur. Diskussion mit Gästen und Auditorium



15.00 Uhr

Verleihung der BDA-Ehrenmitgliedschaften


Michael Bräuer, Architekt BDA, Rostock


Kaspar Kraemer, Architekt BDA, Köln


Würdigung: Heiner Farwick, Präsident des BDA, Berlin / Ahaus


16.00 Uhr

Verleihung BDA-Preis für Architekturkritik an Gerhard Matzig


Der Leitende Redakteur der Süddeutschen Zeitung und Buchautor Gerhard Matzig erhält den BDA-Preis für Architekturkritik 2018, mit dem der Bund Deutscher Architekten BDA seit 1963 eine herausragende Leistung auf dem Gebiet der kritischen Auseinandersetzung zu Fragen des Planens und Bauens ehrt. Gerhard Matzig überzeugt durch seine große Fachkenntnis in Architekturthemen und deren inhaltliche Verknüpfung mit weit darüber hinausgehenden gesellschaftlich-politischen Fragen. Der BDA würdigt seine rhetorische Brillanz, seine analytische Schärfe und die Qualität seiner „gebauten“ Sprache.


20.00 Uhr

BDA-Fest


Altonaer Kaispeicher, Große Elbstraße 279, 22767 Hamburg


Kostenbeitrag 40 € (Studierende 20 €),
 
Sonntag, 17. Juni

Architekturspaziergänge

Treffpunkte für die jeweiligen Architekturspaziergänge werden nach bestätigter Anmeldung mitgeteilt.


12.30 / 13.00 Uhr


Elbphilharmonie
, Architekt/innen von Herzog & de Meuron, Basel


12.00 Uhr


Hafenrundfahrt


Städtebauliche Dramaturgie – aktuell wie nie


Prof. Jörn Walter, Oberbaudirektor a.D., Hamburg


12.00 Uhr


HafenCity


Uwe A. Carstensen, HafenCity GmbH, Hamburg


12.00 Uhr


Neue Mitte Altona


Birgit Ferber, Leiterin Projektgruppe Planung Mitte Altona, Hamburg
 

27 Social Housing | Luis Martínez Santa-Maria | © Roland Halbe | Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises 2014