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Schinkel und das Kloster

CHORIN. Karl Friedrich Schinkel gilt als einer der besten Architekten aller Zeiten. Und er mochte zeit seines Lebens den Backstein. Wie der preußische Baumeister das Kloster Chorin entdeckte, es vor dem Verfall bewahrte und wie das brandenburgische Kleinod zu einem Musterbeispiel preußischer Denkmalpflege wurde, all das zeigt eine neue Dauerausstellung unter dem Titel „Karl Friedrich Schinkel und Chorin“.

Die imposante Westfassade des Klosters Chorin. © Eigenbetrieb Kloster Chorin

Die imposante Westfassade des Klosters Chorin. © Eigenbetrieb Kloster Chorin

Die Auseinandersetzung des Baumeisters mit dem Kloster und seine Vorliebe für  dessen Backsteinarchitektur werden mittels Reproduktionen seiner Zeichnungen gezeigt. Etwa 300 Abbildungen, Grafiken und historische Fotografien von frühen Restaurierungsphasen sowie der Einfluss Chorins auf die umliegenden neogotischen Kirchenbauten des 19. Jahrhunderts runden die Dauerausstellung ab.


Das ehemalige Zisterzienserkloster gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern der frühen Backsteingotik in Brandenburg und gilt als beispielhaft für die Entwicklung der Denkmalpflege in Deutschland. Wegen der außergewöhnlichen Architektur, der Schönheit der wald- und seenreichen Umgebung und des kulturellen Rahmenprogramms ist das Bauwerk in der Schorfheide seit langem ein beliebtes Ausflugsziel.

Schinkel in Chorin Ausstellung1

Blick in die neue Dauerausstellung. © Foto: Koss

1273 als Hauskloster der Askanier, der Markgrafen von Brandenburg, erbaut, wurde die gotische Formensprache und die filigrane Ornamentierung der großen Dombauten wie Köln, Paris und Siena erstmals in Brandenburg in den Backstein transformiert. Mit dem Übertritt der Brandenburgischen Fürsten 1542 zum Protestantismus wurde das Kloster aufgelöst, in ein Kammergut und später in ein Domänenamt umfunktioniert. Karl Friedrich Schinkel, der maßgeblich zur Erhaltung des Ensembles beitrug, bezeichnete Bauwerke wie das Kloster Chorin als „des Landes schönsten Schmuck“.


Täglich geöffnet: Sommerzeit: 9 bis 18 Uhr; Winterzeit: 10 bis 16 Uhr; Eintrittspreise: 6 Euro, ermäßigt 3,50 Euro; frei für Kinder unter 7 Jahren.


Mehr: www.kloster-chorin.org


Schinkel in Chorin3

Eine Schinkel-Zeichnung. © Eigenbetrieb Kloster Chorin

27 Social Housing | Luis Martínez Santa-Maria | © Roland Halbe | Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises 2014