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Wie wird aus Wohnhäusern Stadt?

DÜSSELDORF. Bezahlbarer Wohnraum steht heute ganz oben auf der Agenda. Alle betonen, dass nicht die Fehler der 1960er Jahre mit ihren Großsiedlungen auf der grünen Wiese wiederholt werden dürfen. Das gemischte Stadtquartier ist in aller Munde. Doch viele Projekte des neuen Wohnungsbaubooms sind weit von einer lebendigen Stadtquartiers-Atmosphäre entfernt.

Ein organisch gewachsenes Stadtquartier mit hoher Aufenthaltsqualität. Foto © Birgit Roth

Ein organisch gewachsenes Stadtquartier mit hoher Aufenthaltsqualität. Foto © Birgit Roth

Die Siedlungsideologie lebt häufig ungewollt weiter: gleichförmige Wohnungen, Sonne und Luft von allen Seiten, viel Grünfläche statt gestalteter Straßenraum. Kurz: Es fehlt das Verständnis für das, was Stadt ausmacht, die Trennung von Öffentlichkeit und Privatheit – und damit eine Unterscheidung von vorne und hinten.

 

Wenn mit den neuen Wohnhäusern tatsächlich lebendige städtische Quartiere entstehen sollen, dann gehört zum Beispiel auch der Laden und der kleine Betrieb im Erdgeschoss oder im Hinterhof dazu, genauso wie der Fahrradschuppen und der Garten. Was heißt das für den städtebaulichen und architektonischen Entwurf? Die 8. Düsseldorfer Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt stellt sich dieser Frage: Wie wird aus Wohnhäusern Stadt?

 

Das Deutsche Institut für Stadtbaukunst empfängt dazu die renommiertesten und bekanntesten Architektinnen und Architekten Deutschlands in den außergewöhnlichen Räumlichkeiten der Düsseldorfer Rheinterrasse. Auf der Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt diskutieren sie zum achten Mal mit namhaften Vertretern aus Kultur, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Die Gastgeber von der technischen Universität Dortmund – Prof. Christoph Mäckler (Lehrstuhl Städtebau) und Prof. Wolfgang Sonne (Lehrstuhl Geschichte und Theorie der Architektur) – stoßen mit ihrer Konferenz eine wichtige öffentliche Debatte über gute Stadtarchitektur für die Gegenwart und die Zukunft an.

 

Die Veranstaltung findet am 27. und 28. April in der Rheinterrasse Düsseldorf, Josef-Beuys-Ufer 33, statt.

www.stadtbaukunst.de

27 Social Housing | Luis Martínez Santa-Maria | © Roland Halbe | Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises 2014