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Recht

Baumaßnahmen unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat federführend unter Beteiligung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und Einbeziehung von Sachverstand aus Wissenschaft und Praxis für die Anwendung bei Baumaßnahmen des Bundes einen Leitfaden Nachhaltiges Bauen erarbeitet.

Für Baumaßnahmen des Bundes gilt es, im Sinne der Nachhaltigkeit, Lösungen zu finden, die ökologisch verträglich, ökonomisch akzeptabel sind und den Menschen einbeziehen. Dabei sollten insbesondere folgende (Schutz-)Ziele angestrebt werden:

  • der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen Boden, Luft und Wasser,
  • der Schutz von Natur und Landschaft,
  • der Schutz stofflicher und energetischer Ressourcen,
  • der Schutz des Klimas,
  • die Erhaltung von Kapital,
  • niedrige laufende Betriebs- und Unterhaltungskosten,
  • der Schutz der menschlichen Gesundheit,
  • der Schutz sozialer und kultureller Werte.

Ganzheitliches Denken muss somit bereits interdisziplinär von den ersten Planungsüberlegungen bis zum Nutzungsende vorherrschen. Zu vermeiden ist, wie vielfach in der Vergangenheit geschehen, einen "schlechten" Entwurf in energetischer, ökologischer oder brandschutztechnischer Sicht "nachzubessern".

Ziel des Leitfadens ist es, dem Planer "vor Ort" ein Instrument zur Verfügung zu stellen, mit dem ganzheitliche Ansätze im Sinne der Nachhaltigkeit bei Bundesbaumaßnahmen sicher umgesetzt werden können. Der Bund erwartet mit Anwendung des Leitfadens nicht nur für den Menschen insgesamt ausgewogenere Lösungen hoher Qualität, sondern meßbare betriebs- und volkswirtschaftliche Vorteile bei besonderem Schutz der Umwelt.

27 Social Housing | Luis Martínez Santa-Maria | © Roland Halbe | Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises 2014