Backstein.com verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Website sind Sie mit der Speicherung von Cookies einverstanden und akzeptieren unsere Datenschutzerklärung. Ok

Backstein.com
Bietet Bauherren, Architekten und Investoren das passende Fundament.

Siegerprojekte 2008

Zeitlose Dialogfähigkeit

Sieger in der Kategorie Büro- und Gewerbebauten ist David Chipperfield Architects Gesellschaft von Architekten mbH, London/Berlin/Mailand/Shanghai für das Galeriegebäude am Kupfergraben 10, Berlin.

Das Galeriegebäude in Berlin, das sich unter Verwendung von schlämmverfugten Abbruchziegeln im Reichsformat in die Sandsteinfassaden der historischen Nachbarschaftsbebauung einreiht beweist nicht nur die Nachhaltigkeit des Backsteins, sondern auch die zeitlose Dialogfähigkeit des Materials im historischen Kontext.

<span class="bildunterschrift">© Christian Richters </span>
<br />

© Christian Richters

Sieger Kategorie „Büro- und Gewerbebauten“

Projekt: Am Kupfergraben 10, Berlin
Baujahr: 2007
Architekt: David Chipperfield Architects Gesellschaft von Architekten mbH, London/Berlin/Mailand/Shanghai

„Hier, am Kupfergraben, mit Blick auf Lustgarten und Museumsinsel, geht es darum, ein modernes Haus zu bauen, welches Vergangenheit inkorporiert, ohne Vergangenes formal zu kopieren. Seine Dialogfähigkeit mit der historischen Umgebung sollte auch in zwanzig Jahren nicht erschöpft sein, seine Anmutung auch in Zukunft verständlich und schön bleiben.

Obgleich es als Stadtreparatur an die beiden Nachbargebäude jeweils auf deren Höhe anschließt und den Grundriss des kriegszerstörten Vorgängerbaus besetzt, entwickelt das Vo­lumen des Hauses eine skulpturale Qualität. Auf Betonwerksteinkonsolen werden die Fassaden aus Abbruchziegeln im Reichsformat ohne sichtbare Dehnungsfugen aufgemauert und schlämmverfugt. Großformatige Fensteröffnungen reflektieren die großmaßstäblichen städtebaulichen Bezüge des Grundstücks. Sie werden kompositorisch in die Fassaden gesetzt und durch unbehandelte hölzerne Öffnungsflügel gegliedert.

Während massiv verwandte, alterungsfähige Materialien die äußere Erscheinung prägen, wird die innere nicht durch Material, sondern Tageslicht und Proportion bestimmt. Tragende eingestellte Körper, die die Nebennutzungen enthalten, organisieren die 5,50 m hohen Räume. Die einfache Grundfigur des Grundrisses variiert in den vier Geschossen durch die Volumenausbildung des Baukörpers und die Fensteröffnungen. Seitenlicht fällt aus unterschiedlichen Richtungen in die Galerieräume, Innenklappläden ermöglichen, das einfallende Tageslicht zu reduzieren.
Anders als in einem Museum geht es darum, gute Räume zu bauen, in denen man auch wohnen oder arbeiten könnte – oder aber Kunst zeigen; Kunst zeigen in einem Stadthaus für die Kunst, in dem diese nicht von der Welt isoliert, sondern zur kulturellen Mitte der Stadt in Beziehung gesetzt wird.“

David Chipperfield Architects