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Siegerprojekte 2011

Edge of Town

Auf den ersten Blick wirkt die Siedlung mit ihren 42 energieoptimierten Gebäuden bis hin zum Nullenergiehaus wie ein unauffälliger Altbestand aus einer Zeit, als Wärmedämmung Nebensache war. Die klare, zurückhaltende Formensprache in Verbindung mit geneigten Dächern lässt sie gewisse Weise zeitlos werden. Erst auf den zweiten Blick überraschen moderne Proportionen, große Fensterflächen und vielseitig ausdetaillierte Fassaden, die vor allem aber deutlich machen, wie homogene Siedlungskonzepte mit Backstein und Passivhausstandard möglich sind.
 

Der neue Bezirk von Nieuwkoop zeichnet sich zurückhaltend gegen die offene Landschaft des „grünen Herzens“ der Niederlande ab.</br>Foto © Stefan Müller (Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises 2011)

Der neue Bezirk von Nieuwkoop zeichnet sich zurückhaltend gegen die offene Landschaft des „grünen Herzens“ der Niederlande ab.
Foto © Stefan Müller (Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises 2011)

 

Auszeichnung: „Bestes Passivhausprojekt“

Projekt: Edge of Town, 40 Niedrigenergiehäuser und 2 Nullenergiehäuser, Windhaak, Nieuwkoop (NL)
Baujahr: 2010
Architekt: Wingender Hovenier Architecten, Nieuwkoop (NL)


Dieser rustikale neue Bezirk von Nieuwkoop zeichnet sich zurückhaltend gegen die offene Landschaft des „grünen Herzens“ der Niederlande ab. Dem Plan gemäß sind die Volumina und Fassaden der Doppelhäuser durchdacht proportioniert und formen ein einheitliches Ensemble. Große, zurückgesetzte Fenster an der Rückseite verleihen den Gebäuden ihren charakteristischen Ausdruck, lassen gleichzeitig viel Licht ein und eröffnen einen wunderbaren Blick auf die umgebenden Torfwiesen. Ähnliche Sockel, Grundstücksgrenzen und eine harmonische Materialpalette sorgen für die Kohärenz der einzelnen Gebäude und definieren die Beziehung zwischen den individuellen Häusern und der Gebäudegruppe innerhalb des Ortes.

Die Häuser wurden im Hinblick auf die höchstmögliche Energieeffizienz errichtet und sind mit einem Energieausweis von 0,00 bis 0,56 ausgestattet. Zum Plan gehören zwei Nullenergiehäuser, die ihren eigenen Energiebedarf komplett selbst decken. Diese beiden Bauten unterscheiden sich in puncto Design nicht von den anderen der Gruppe und sind trotz ihrer großen Fenster Nullenergiehäuser. Eine Nachhaltigkeit von so hohem Standard wird durch folgende Komponenten erzielt:

 

  • ausgezeichnete Wärmedämmung mit hohen Isolierwerten
  • Solarzellen auf dem Dach
  • Wärmerückgewinnung durch ein ausgewogenes Lüftungssystem und einen Geothermalbrunnen
  • viel natürliches Licht


Auch die soziale Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Faktor in diesem Plan. Die gut proportionierten Häuser mit ihren großen Fenstern und ihrer Beziehung zur natürlichen Umgebung laden ihre Bewohner dazu ein, gesund und nachhaltig zu leben. Ein Zementrelief des „Perpetuum Mobile“ ist das einzige Anzeichen für die Besonderheit der Nullenergiehäuser.

Wingender Hovenier Architecten, Nieuwkoop