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Büro- und Gewerbebauten

Zeitlose Schönheit

Der Neubau der Maschinenbau- und Produktionshalle reflektiert den Purismus und die elegante Schlichtheit moderner Industriearchitektur des frühen 20. Jahrhunderts.

Foto © HG Esch (Einreichung im Rahmen des FHP 2017)

Foto © HG Esch (Einreichung im Rahmen des FHP 2017)

Der Neubau einer Maschinenbau- und Produktionshalle ist nach der Fertigstellung des Technologiezentrums im Jahre 2010 der zweite große Baustein im Masterplan für die Entwicklung des Stammsitzes der Groz-Beckert KG. Das Traditionsunternehmen, das seit mehr als 150 Jahren in Albstadt ansässig ist und heute weltweit einer der führenden Systemanbieter von Präzisionsteilen im textilen Sektor ist, wird in der neuen Halle zukünftig Produktionsmaschinen für die Textilindustrie entwickeln und bauen. In der zweigeschossigen Halle sind neben den Flächen für Maschinenbau und Produktion Meisterbüros und Pausenräume untergebracht. Die Halle ist modular aufgebaut und soll in einem zweiten Bauabschnitt erweitert werden. Teil des zweiten Bauabschnitts ist ein an die Halle anschließender Bau, der eine Platzkante bildet für die als „Grüne Mitte“ bezeichnete Durchwegung auf dem Firmengelände.

 

In diesem Gebäude sind neben Verwaltung, Bereichen für Forschung und Entwicklung auch Flächen für Sondernutzungen vorgesehen. Die Fassade interpretiert die denkmalgeschützte Industriearchitektur des vorhandenen Werks in Hinblick auf Materialwahl, Farbigkeit und Öffnungen neu: Das vertikale Fugenbild akzentuiert die großflächige Fassade aus Mauerwerk und Glas und verleiht dem Baukörper ein prägnantes Erscheinungsbild. Für den Neubau von Groz-Beckert wurde eigens ein Backstein entwickelt, der durch seinen besonderen Farbton mit dem denkmalgeschützten Bestandsgebäude korrespondiert. Er erhielt den Namen „Albstadt“. Dieser Stein wurde als Klinkerverblendmauerwerk als vorgesetzte Außenschale im Format NF vor dahinterliegender Luft- und Dämmschicht gemauert. Die Proportionen des gesamten Gebäudes sind aus den Mauerwerksmaßen entstanden.

 

Alle Details wurden aus diesem Zusammenhang entwickelt. Über alle Fassadenlängen entsteht ein äußerst harmonischer und klar gegliederter Eindruck. Bemerkenswert sind die oberflächenbündigen Übergänge von der Ziegel- zur Stahl-Glasfassade. Lediglich eine schmale Fuge trennt und verbindet gleichzeitig die beiden Fassadenelemente und bietet dem Betrachter die Möglichkeit, ein Gebäude aus unterschiedlichen Perspektiven und Abständen zu erleben. Die Großform wird bis ins Detail fortgeführt und bleibt so im Auge des Betrachters.

Projektdaten

Ort: Albstadt, Deutschland

 

Bauherr: Groz-Beckert KG

 

Architekt: HENN

 

Grundstücksfläche: 112.476 m2

 

Bebaute Fläche: 3.755 m2

 

Nutzfläche: 5.996 m2

 

Umbauter Raum: 69.640 m3

 

Bauzeit: 2011-2013

 

Baukosten: 13,73 Mio. EUR


Ökumenisches Forum Hafencity Hamburg | Wandel Hoefer Lorch Architekten | Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises 2014