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Einfamilienhaus/Doppelhaushälfte

Haus mit Aussicht

Die Kubatur des Atelier- und Wohnhauses nimmt formal Bezug auf die Form des für die Region typischen Lochziegels, der gleichzeitig dessen Mauerwerk prägt.

Foto © David Franck (Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises)

Foto © David Franck (Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises)

AUSBLICK

Das Gebäude liegt in privilegierter Lage in Frankfurt-Sachsenhausen, etwas oberhalb der Innenstadt. Talseitig eröffnet sich vom Obergeschoss aus ein spektakulärer Blick über die Silhouette der Frankfurter Skyline. Um diesen Ausblick herum ist das gesamte Gebäude entwickelt. Aus diesem Grund sind entgegen der üblichen Aufteilung in Einfamilienhäusern die Schlafräume im Erdgeschoss, die eigentlichen Wohnräume aber im Obergeschoss angeordnet. Erschlossen wird dieses über eine großzügige einläufige Treppe, welche darüber hinaus das Erdgeschoss in den repräsentativen Eingangsbereich und den verdeckt liegenden Bereich für die Individualräume zoniert. Der spektakulärste Ausblick ergibt sich vom großen Esstisch der Familie, dem eigentlichen Höhepunkt des Hauses. Voraussetzung für eine dauerhafte Nutzung des Gebäudes auch im Alter ist die Anordnung eines Aufzugs, welcher an zentraler Stelle im Gebäude vorgerichtet ist. Eine Einliegerwohnung im Souterrain ermöglicht zudem unterschiedliche Nutzungsvarianten in allen Lebensphasen. Die Familie besitzt einige wenige ausgewählte Kunstwerke. Die repräsentativen Erschließungsflächen bieten hierfür einen angemessenen Rahmen.

 

BAUKÖRPER

Das Grundstück ist bergseitig von Süden her erschlossen. Zur Straße hin fügt sich der Neubau durch einen eingeschossigen Gebäudeteil gut in die vorhandene Bebauung ein und besetzt die vorgegebene Baulinie. Die Vorzone ist gärtnerisch gestaltet. Darüber hinaus werden aber noch weitere Außenräume mit unterschiedlichen Qualitäten in den Baukörper integriert: die großzügige Terrasse und ein kleiner Patio zur Belichtung des Eingangsbereichs im Erdgeschoss sowie der Frühstückshof im OG, der Küche zugeordnet nach Osten. Auf diese Art und Weise entsteht ein plastischer Baukörper, welcher auf die vorhandene Topografie reagiert und das Grundstück optimal ausnutzt, ohne die Nachbarschaft zu beeinträchtigen.

 

MATERIALITÄT

Die plastische Erscheinung des Gebäudes wird durch die einheitliche Ausbildung aller Fassaden als Klinkermauerwerk unterstützt. Verwendet werden hellgraubeige Steine mit gedämpfter, handgestrichener Oberfläche in dänischem Normalformat. Großformatige Öffnungen akzentuieren den Baukörper und sind als Stahlfenster ausgeführt. Im Bereich von Nebenräumen wird das Klinkermauerwerk als perforierte, diaphane Wand über die Fenster hinweggeführt. Die Wände und Decken im Inneren sind weiß verputzt und ergeben mit den weiß beschichteten Einbaumöbeln und den hellen Naturstein- und Terrazzoböden ein helles lichtes Raumgefüge. Ein Oberlicht im OG ergänzt die differenzierte Lichtführung. Einige ausgewählte Innenwände sind in Sichtbeton ausgeführt. Sämtliche verwendeten Materialien zeichnen sich durch ihre Wertigkeit und Langlebigkeit aus wie auch der Entwurf selbst nicht kurzlebigen Trends unterliegt, sondern sich einer zeitgemäßen, aber dauerhaften Architektursprache verpflichtet fühlt.

 

Bayer & Strobel Architekten

Projektdaten

Ort: Frankfurt Sachsenhausen

 

Bauherr: privat

 

Architekt: Bayer & Strobel Architekten

 

Grundstücksfläche: 881 qm

 

Bebaute Fläche: 318 qm

 

Nutzfläche: 410 qm

 

Umbauter Raum: 2.163 m3

 

Bauzeit: 2009 - 2012

 

Jahresenergiebedarf: 30.560 kWh/a


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