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Öffentliche Bauten, Sport und Freizeit

Keine Eins-zu-eins-Beziehung

Die St.-Lukas-Kunstschule in Brüssel soll vor allem eines sein: flexibel in der Nutzung. Deshalb stapelt sie verschieden Funktionsräume übereinander.

Foto © Stijn Bollaert (Einreichung zum Fritz-Höger-Preis)

Foto © Stijn Bollaert (Einreichung zum Fritz-Höger-Preis)

Designstrategie, Raum- und Erziehungskonzepte. Die Grenzen zwischen den verschiedenen Künsten verwischen immer mehr. Wie in allen Bereichen unserer sich entwickelnden Gesellschaft herrschen auch bei der Diskussion über Kunst und Kunsterziehung Überschneidungen und Komplexität vor. Die Tage, in denen Architektur auf einer Eins-zueins- Beziehung zwischen Programm und Funktion basierte, gehören ebenfalls der Vergangenheit an. Ein nachhaltiges Gebäude ist inzwischen per Definition zu einer Struktur geworden, die Programmänderungen im Lauf der Zeit problemlos bewältigt. Das entscheidende Schlagwort in diesem Zusammenhang heißt „Flexibilität“.

 

Das Konzept für die Kunstschule basiert daher auf einem „Mosaik“ an Aktivitäten und nicht mehr auf einem Nebeneinander verschiedener Fachbereiche, die sich jeweils ihrer eigenen Spezialdisziplin widmen. In diesem Modell verfechten wir die informelle Kommunikation und gegenseitige Inspiration zwischen Studenten und Dozenten der verschiedenen Fachbereiche. Denn schließlich entsteht interessante Kunst ja gerade im Grenzbereich zwischen den Disziplinen. Neben dem wichtigen inhaltlichen Aspekt verbessert diese Art der Ausbildung auch die Atmosphäre an der Hochschule und bringt zudem finanzielle Vorteile, da die Räume optimal ausgenutzt werden, wenn sie wann immer möglich gemeinsam verwendet werden. Die räumliche Umsetzung dieses Konzepts beruht auf der Schaffung dreier Arten unspezifischer Räume: Werkstätten, Unterrichtsräume und Büros. Jede dieser Funktionen erfordert ihre eigene Struktur, räumliche Trennung und Architektur.

 

An diesem Standort erscheint es als geeignete Lösung, die drei Arten von Räumen übereinander anzuordnen: Unterrichtsräume unten, Werkstätten oben und die Büros dazwischen. Das System wird auf das ganze Gebäude angewendet.

Projektdaten

Ort: Brüssel

 

Bauherr: LUCA School of Arts, Belfius Real Estate

 

Architekt: POLO Architects

 

Grundstücksfläche: 5.549 qm

 

Bebaute Fläche: 2.029 qm 

 

Nutzfläche: 13.321 qm

 

Umbauter Raum: 52.427 qm

 

Bauzeit: 2007 - 2013

 

Baukosten: 15,75 Mio. Euro


Ökumenisches Forum Hafencity Hamburg | Wandel Hoefer Lorch Architekten | Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises 2014