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Öffentliche Bauten, Sport und Freizeit

Von wegen „Alte Schule“

Ein Gymnasium und Jugendhaus im Frankfurter Norden geben sich funktional, zugleich aber auch innovativ und nachhaltig.

Foto © Ackermann + Raff (Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger Preises)

Foto © Ackermann + Raff (Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger Preises)

Das neue Stadtquartier Frankfurt-Riedberg ist eine wichtige Stadterweiterung im Frankfurter Norden. Neben einem neuen Universitäts-Campus entsteht ein lebendiges Stadtquartier für etwa 15.000 Einwohner. Ein wichtiger Baustein für die öffentliche Infrastruktur ist der Neubau des Gymnasiums mit Jugendhaus und Sporthalle für 1.350 Schüler. Die Stadt Frankfurt wünschte sich eine Schule mit innovativem Charakter. Mit der Typologie der Cluster- Schule wurden die räumlichen Voraussetzungen für ein Schulkonzept mit Ganztagesnutzung realisiert. Jede Altersstufe erhält ein eigenes Schulhaus mit Atrium als räumliche Mitte. Städtebaulich wurde die Schule eng mit der neuen Stadtstruktur Riedbergs verknüpft. Die Außenräume erhalten dieselbe Bedeutung wie die Baukörper der Schule, des Jugendhauses und der Sporthalle. Dadurch entstehen klar definierte Außenräume und eine Schulstruktur mit einer kleinteiligen Körnung: eine schachbrettartig wechselnde Struktur aus grünen Freibereichen und Gebäudeteilen. Die Architektursprache gibt sich bewusst zurückhaltend und bedient sich weniger Materialien: Weiß engobierte Ziegel und Weißbeton-Fertigteile prägen die Außenbereiche an Fassaden und Bodenflächen.

 

Die pergolaartig aufgelöste Südfassade bildet eine filigrane Membran zwischen Schule und Stadt. Im Inneren schafft ein Materialtrio aus Beton, Ziegel und Holz eine robuste Haptik. Die verwendeten Materialien weisen eine lange Lebensdauer auf, ziehen einen geringen Renovierungsaufwand nach sich und bilden damit die Grundvoraussetzungen für eine nachhaltige Bauweise. Das Gebäude wurde als Passivhaus konzipiert und energetisch optimiert. Der Heizwärmebedarf liegt unter 15 kWh/m2, der Primärenergiekennwert unter 120 kWh/m2a. Der mittlere Transmissionswärmeverlust liegt bei ca.0,24 W/m2K. Zur Erreichung des geringen Wärmebedarfs wird die Gebäudehülle wärmebrückenfrei und mit erhöhter Dichtigkeit geplant und realisiert. Die Gebäudehüllflächen erhalten mindestens 280 mm starke Wärmedämmschichten.

 

Ackermann+Raff

Projektdaten

Ort: Frankfurt-Riedberg

 

Bauherr: HA Hessen Agentur GmbH

 

Architekt: Ackermann+Raff

 

Grundstücksfläche: 27.439 qm

 

Bebaute Fläche: 11.085 qm

 

Nutzfläche: 10.379 qm

 

Umbauter Raum: 102.350 m3

 

Nutzungsart: Gymnasium, Sporthalle, Jugendhaus

 

Regenerative Energie: 63% (Fernwärme Mainova AG, Primärenergiefaktor 0,37)

 

Bauzeit: 2009 - 2013

 

Baukosten: 32 Mio. Euro


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