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Jury-Besetzung steht fest

BONN/BERLIN. Die Besetzung der Jury des Fritz-Höger-Preises 2017 für Backstein-Architektur steht jetzt fest. Das erneut hochrangig besetzte Gremium kommt am 12. Juli in Berlin zu seiner Sitzung zusammen.

 

Auch zur vierten Auslobung des erfolgreichen Fritz-Höger-Preises für Backstein-Architektur konnte wieder eine hochkarätige Fachjury gewonnen werden. Als Garanten für eine vielschichtige Bandbreite an erstklassigen Siegerprojekten wurden für den 2017er-Wettbewerb jetzt folgende Persönlichkeiten in die Fachjury berufen:
• Heiner Farwick, Präsident Bund Deutscher Architekten BDA
• Kaye Geipel, stellvertretender Chefredakteur Bauwelt
• Rudolf Finsterwalder, gemeinsam mit Alvaro Siza Grand Prix-Sieger Fritz-Höger-Preis 2014 für Backstein-
Architektur, Finsterwalderarchitekten, Stephanskirchen
• Anne Beer, Beer Bembé Dellinger Architekten und Stadtplaner,
Greifenberg/München
• Nikolaus Hirsch, Architekt, Schriftsteller, Hochschulprofessor und
ehemaliger Rektor der Städelschule Frankfurt.

Über die Juroren

Heiner Farwick ist nicht nur Präsident des Bundes Deutscher Architekten (BDA), sondern auch selbst Architekt. Als BDA-Präsident steht er seit 2013 rund 5.000 freischaffenden Architekten vor. Farwick engagiert sich zudem in Gestaltungsbeiräten diverser Kommunen.

 

Kaye Geipel befasst sich beruflich und aus Leidenschaft mit Architektur. Geipel ist stellvertretender Chefredakteur der Bauwelt, einer der renommiertesten Architekturzeitschriften Deutschlands. Der Fachjournalist und Buchautor schreibt ebenso klug wie unterhaltsam über zeitgenössische Architektur.

 

Rudolf Finsterwalder sicherte sich vor drei Jahren gemeinsam mit dem portugiesischen Architekten Alvaro Siza den Grand Prix beim Fritz-Höger-Preis. Die reduzierte Museumsbau-Architektur vereint Kunst und Natur zu einer eindrucksvollen Gesamtkomposition. Auch sonst gehört die Auseinandersetzung mit Formen und Strukturen der Natur zu Finsterwalders Schwerpunkten.

 

Anne Beer ist eine renommierte Architektin und einer der Köpfe des Architekturbüros Beer Bembé Dellinger Architekten. Zudem hat sie als Professorin einen Lehrstuhl an der Technischen Hochschule Regensburg inne. Mit Vorträgen und Aufsätzen mischt sich Anne Beer sich immer wieder in die aktuellen Architekturdebatten ein.

 

Nikolaus Hirsch arbeitet als Architekt, Schriftsteller und Hochschulprofessor und bewegt sich mit Vorliebe an der Schnittstelle von Kunst und Architektur. Er baute die Neue Synagoge in Dresden, war Rektor der Städelschule in Frankfurt und lehrt oder lehrte unter anderem in Harvard, London, Gießen und Philadelphia. Zudem war er Jury-Vorsitzender für die „Topographie des Terrors“ in Berlin.

Zweistufiges Auswahlverfahren

Im Rahmen eines vollständig anonymisierten Verfahrens nominiert die unabhängige Jury in einem ersten Durchgang aus den über 600 Einsendungen die besten Projekte für den Fritz-Höger-Preis 2017 für Backstein-Architektur. In
einem zweiten Durchgang werden schließlich die Sieger des Wettbewerbs
bestimmt. Dabei wird der Architekturpreis in den nachfolgenden Kategorien  vergeben:
•  Einfamilienhaus/Doppelhaushälfte
•  Wohnungsbau/Geschosswohnungsbau
•  Büro- und Gewerbebauten
•  Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
Zusätzliche Auszeichnungen werden außerdem in den Bereichen Energieeffizienz, Sanierung/Nachhaltigkeit und Nachwuchs/Newcomer vergeben.

Preisverleihung: Herbst 2017


Die Verleihung des vierten Fritz-Höger-Preises wird im Herbst 2017 in Berlin stattfinden. Das Preisgeld über 10.000 Euro  wird auf den Grand Prix-Sieger und die Gold-Gewinner der jeweiligen Kategorien verteilt. Es liegt im Ermessen der Jury, eine von dieser Staffelung abweichende Verteilung des Preisgeldes vorzunehmen.

Kirche am Meer | Königs Architekten | © Christian Richters | Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises 2014