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Pläne zur Wiedereinführung der degressiven Abschreibung

Die Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, Barbara Ettinger-Brinckmann, begrüßt die Pläne der Bundesregierung, die degressive Abschreibung wieder einzuführen. Bundesbauministerin Barbara Hendricks hatte kürzlich dafür plädiert, mit steuerlichen Erleichterungen den Wohnungsbau in angespannten Märkten anzuregen.

Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer.</br>Foto © BAK

Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer.
Foto © BAK

„Man könnte für einen beschränkten Zeitraum, zum Beispiel bis 2019, die degressive Afa wieder einführen. Allerdings nur in Gebieten mit Wohnungsknappheit, idealerweise also dort, wo auch die Mietpreisbremse gilt“, sagte Hendricks in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“.

 

Die Einführung der degressiven Afa war in den Verhandlungen zum Koalitionsvertrag der Bundesregierung Ende 2013 in letzter Minute fallen gelassen worden. Mit der Wiedereinführung der degressiven Abschreibung schüfe die Bundesregierung einen Anreiz für Investitionen in den Wohnungsbau. „Damit käme die Bundesregierung ihrem im Koalitionsvertrag genannten Ziel der Mittelstandsförderung ein gutes Stück näher“, erklärte Ettinger-Brinckmann. Die Förderung hätte mehrere positive Effekte – so würden nicht nur mehr Wohnungen gebaut, sondern auch das Baugewerbe profitiere von der steuerlichen Förderung. In Kombination mit den derzeitig günstigen Zinsen könne die Bundesregierung erreichen, dass auch in den Städten brachliegende Grundstücke bebaut oder bestehende Bauten aufgestockt und besser ausgenutzt würden, die sich oft in privater Hand befinden. Politische Ziele wie die Erhöhung des privaten Wohneigentums und der privaten Altersvorsorge könnten so unterstützt werden, so die Präsidentin der Bundesarchitektenkammer. 

 

„Hier kann die Politik eine Win-win-Situation herbeiführen: nicht nur der dringend erforderliche Bau von Wohnungen würde befördert, sondern auch ökonomische und soziale Ziele erreicht. Im Hinblick auf die auch von der Bundesregierung erwünschte Stärkung der Baukultur müsse die steuerliche Förderung an geeignete Bedingungen geknüpft werden“. Von einer Beschränkung auf bestimmte Gebiete hält Ettinger-Brinckmann dagegen nichts: „Man darf dem klaren Verstand privater Investoren vertrauen – niemand wird Wohnungen dort bauen, wo sie nicht benötigt werden.“

 

Neue Ortsmitte Wettstetten | Bembé Dellinger Architekten | Einreichung im Namen des Fritz-Höger-Preises 2014