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Backsteinarchitektur ist eine Frage des Stils.

20.05.2004

(KK). Lübeck, Lüneburg, Hamburg, wer denkt hier nicht sofort an Backstein und an die schmucken Häuser mit dem traditionellen Reetdach? Doch das Bauen mit Backstein ist weniger eine Frage der regionalen Herkunft, sondern vielmehr eine Frage des Baustils.

Villa in Kamperland, NL. Foto © Bedaux de Brouwer Architecten (Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises 2011)

Villa in Kamperland, NL. Foto © Bedaux de Brouwer Architecten (Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises 2011)

 

Denn wie einer der größten deutschen Baumeister des 20. Jahrhunderts sagte: „Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden.“ Mit seinem Bauhaus-Stil zeigte Mies van der Rohe, dass Backsteinarchitektur auch das moderne Gegenteil zum ländlich-norddeutschen Stil sein kann. Stilgeschichte Baustile mit Backstein haben eine lange Tradition und die Wurzeln liegen im Norden Deutschlands. Der Lübecker Dom wurde bereits 1170 im klassischen Rot mit Backstein errichtet. Der Stil der so genannten Backsteingotik verband sich schnell mit dem wirtschaftlichen Aufstieg der Hanse. Die reich gewordenen Kaufleute in Lüneburg zeigten um 1300 ihren Reichtum mit repräsentativen Backsteinhäusern und lösten damit das Holzfachwerk ab. Historisch ist auch die Verbindung von Backstein mit Sandstein. Eingemeißelte Verzierungen schmückten oftmals den Eingangsbereich aus dem hellen Baumaterial. Die Liaison zwischen Sandstein und Backstein ist auch im Münsterland tief verwurzelt. Berühmt sind die imposanten Herrensitze, Schlösser und Kirchen von Johann Conrad Schlaun aus dem 18. Jahrhundert. Bauherren, die ihrem Haus eine besondere Note geben wollen, wählen noch heute den besonderen Baumberger Sandstein aus der Region, der mit seinem warmen Gelbton wunderschön zum Backstein passt.

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Hintergrundbild: Geschäfts- und Bürogebäude Domstraße, schenk+waiblinger architekten, Hamburg; Foto © schenk+waiblinger (Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises 2011)