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Pressespiegel

Hohe Architekturqualität und Gartenkunst

Ausgezeichnet: Gartenstadt Merschkamp in Münster

Die Siedlung ist geprägt von der Idee einer Gartenstadt mit münsterländischem Charakter: im Kontext der Backsteinarchitektur etwa Mies van der Rohes oder der Patiohäuser Bienefelds und der Bauernhäuser des Münsterlandes.

Die Geschlossenheit der Siedlung zeigt sich auch in der Materialität: orange-gelber Wasserstrichziegel, heller Kalkstein, anthrazitfarbene Fenster und Türen. Hecken, Carports und Garagen sind wiederkehrende Bauelemente. 
<br />Foto: Christian Richter 
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Die Geschlossenheit der Siedlung zeigt sich auch in der Materialität: orange-gelber Wasserstrichziegel, heller Kalkstein, anthrazitfarbene Fenster und Türen. Hecken, Carports und Garagen sind wiederkehrende Bauelemente.
Foto: Christian Richter


Die Siedlung mit 27 Einfamilienhäusern, aufgeteilt in sieben Haustypen mit Wohnflächen zwischen 106 und 174 qm, greift die Idee der Gartenstadt auf und überträgt sie in die heutige Zeit. Maßstäbe für anspruchsvolles Wohnen mit Garten in kompakten Siedlungsstrukturen wurden bereits mit den frühen Arbeitersiedlungen und Gartenstädten gesetzt: Ein- und Zweifamilienhäuser, spiegelbildlich aneinandergesetzt, schmale Vorgärten, die sich den Passanten zuwenden, während die Grünanlagen in der Innenseite dem Privaten vorbehalten bleiben.

 

Ziel der neuen Gartenstadt sollte sein, dass vor allem Wohnraum für Familien mit Kindern und mittleren Einkommen geschaffen werden sollte. Das Thema Garten spielt eine doppelte Rolle: als privates Refugium und als Charakteristikum der Siedlung insgesamt.


Die naturnahen Materialien spiegeln den kontextuellen Ansatz der gesamten Siedlung: Backstein, Betonfertigteile, Natursteinfassade und Gründächer. Die Wankonstruktion der Häuser garantiert eine sehr gute Energiebilanz und Wertbeständigkeit: Sie besteht aus einem gemauerten Hintermauerwerk aus Kalksandstein, 14 cm Dämmschicht und Backstein als Fassadenmaterial.


Der Architekt Prof. Manfred Ortner beschreibt die Siedlungsanlage und Haustypologie folgendermaßen: "Eine kleine, kompakte Siedlung mit klaren öffentlichen und privaten Räumen zu entwickeln, war das Ziel. Die Haustypen durchweg differenzierte Hof- und Gartenhäuser werden aneinandergereiht, formieren eine kleine ruhige Ringstraße. Anfang und Ende des Areals werden gesondert behandelt: Einfach Torhäuser zum einen, ein großer Hof aus drei Häusern zum anderen schaffen entsprechend ihrer Sonderlage Varianten im Wohnangebot.


Die Geschlossenheit des Quartiers zeigt sich nicht zuletzt in den Materialien: orange-gelber Wasserstrichziegel, heller Kalkstein als Fensterbänke und Mauerabdeckungen, Fenster und Türen anthrazitfarben. Mauereinfriedungen, Hecken, Carports und Garagen sind wiederkehrende Bauelemente mit gleicher Materialität, aber individuell und hausspezifisch angewandt eine gemäßigte Individualisierung eines Standardmodells, die im Inneren der Häuser fortgesetzt wird.



Im Rahmen des Wettbewerbs "Siedlung in der Stadt – die Rückgewinnung innenstadtnaher Flächen für Wohnzwecke" der REGIONALE 2004, wurde der Entwurf des Architekturbüros Ortner und Ortner mit dem 3. Preis prämiert und dieser als Projektpartner ausgewählt.
Die Siedlung Merschkamp Münster erhielt den Bauherrenpreis 2007 für innovative Neubauprojekte im Wohnungsbau, ausgelobt vom BDA, Deutschem Städtetag und GdW.


Bauherr:
Wohn + Stadtbau
Wohnungsunternehmen der Stadt Münster GmbH


Architekt:
Ortner & Ortner Baukunst Berlin/Wien
Gesellschaft von Architekten mbH


Siedlungsdaten:
27 Gartenstadthäuser
Wohnflächen: 106 - 174 qm
25 Stellplätze
17 Carports
7 Garagen


Baubeginn: Juli 2005
Fertigstellung: Sommer bis Ende 2006
Gesamtkosten: 10,5 Mio Euro


Veröffentlichung im BundesBauBlatt (Ausgabe 6/2008), siehe PDF.

 

BundesBauBlatt 6/2008

Hintergrundbild: Geschäfts- und Bürogebäude Domstraße, schenk+waiblinger architekten, Hamburg; Foto © schenk+waiblinger (Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises 2011)