Backstein.com verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Website sind Sie mit der Speicherung von Cookies einverstanden und akzeptieren unsere Datenschutzerklärung. Ok

Backstein.com
Bietet Bauherren, Architekten und Investoren das passende Fundament.

Pressespiegel

Bauen mit Backstein

Backstein steht als Fassadenmaterial traditionell für Beständigkeit. Wir haben mit Ernst Buchow, dem Vorsitzenden der Initiative Bauen mit Backstein, über den Baustoff und seine Verwendung gesprochen.

Foto © Initiative Bauen mit Backstein

Foto © Initiative Bauen mit Backstein

 

Warum ist eine massive Bauweise nach wie vor empfehlenswert?
Ernst Buchow: Der Begriff Nachhaltigkeit wird leider oft überstrapaziert, allerdings fällt mir bei der Bewertung der massiven Bauweise kaum eine bessere Umschreibung ein. Langlebigkeit und Solidität, optimales Raumklima unter Beachtung der strengen Wärmeschutz Vorschriften, das sind die Vorzüge dieser Bauweise, die immer auch Spielraum für die kreative Gestaltung lässt. Am Ende entsteht ein Bauwerk das den Nutzern über Generationen zur Verfügung steht und eine Wertanlage erster Güte darstellt.

 

Auch bei Baumaterialien wird zunehmend auf ökologische Unbedenklichkeit geachtet. Wie passen Umwelt und Bauen mit Backstein zusammen?
Ernst Buchow: Bestens! Bei der Herstellung von Backsteinen wird Ton sorgsam aufbereitet, geformt und gebrannt. Dieser Prozess ist Jahrtausende alt, wurde natürlich im Laufe der Generationen immer weiter optimiert so das heute auf diese Weise ein Baustoff hergestellt wird, der nahezu unvergänglich ist.

 

Wie ist eine Backsteinfassade aufgebaut und welche Vorteile bringt das dem Hausbesitzer?
Ernst Buchow: Die Backsteinfassade erfüllt viele wichtige Funktionen: Schutz gegen Wind und Wetter, sommerlicher Wärmeschutz, Schallschutz. Außerdem prägt sie auf sehr individuelle Weise das Erscheinungsbild des Bauwerkes. Immer wieder neu, immer wieder anders und das ein langes Häuserleben lang.

 

Die Backsteinfassade ist in der Regel das einzige Gewerk des Hauses, das keiner Erneuerung bedarf. Im Wandaufbau hat sich die Zweischalige Wand bewährt. Dabei ist die Fassade, auch Vormauerschale genannt, mit Mauerbindern aus Edelstahl mit der Hintermauerschale verbunden und bildet die Außenhaut des Hauses. Für die Hintermauer, also für die Innenschale gibt es immer die Empfehlung für einen gebrannten Baustoff, also einen Ziegel. Natürlich kommen auch andere mineralische Baustoffe zum Einsatz: Kalksandstein, Porenbeton, Leichtbeton oder eine Schale aus Beton.

 

Auch finden Konstruktionen im Holzrahmenbau Anwendung. Dann folgt die Dämmung in der Schicht zwischen den beiden Wänden. Auch hierkommen verschiedene Materialen zum Einsatz, in der Regel wird Mineralwolle eingebaut.

 

Eignen sich Backsteinfassaden auch für die Sanierung im Bestand?
Ernst Buchow: Ja, der Backstein bietet auch im Sanierungsfall überzeugende Lösungen. Eine vorgemauerte Backsteinfassade bringt die oben genannten Vorteile mit sich, allem voran Dauerhaftigkeit und Wertbeständigkeit. Im Idealfall wird eine einschalige Wand in eine zweischalige Wand umgewandelt, indem eine Backsteinfassade vorgemauert und Dämmmaterial eingesetzt wird. Technische Details liefert der Architektenordner auf www.backstein.com.

 

 

 

Haus&Markt_Februar2014

hausundmarkt.de

Hintergrundbild: Geschäfts- und Bürogebäude Domstraße, schenk+waiblinger architekten, Hamburg; Foto © schenk+waiblinger (Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises 2011)